Alljährliche Aktion

Stadradeln im Kreis Hildesheim: Bald geht es wieder los – die Ersten sind schon angemeldet

Kreis Hildesheim - Im vergangenen Jahr legten die Teilnehmenden beim Stadtradeln im Kreis Hildesheim mehr als eine Million Kilometer auf ihren Fahrrädern zurück: Wann die Aktion wieder startet und wie viele jetzt schon registriert sind. Und für alle Neueinsteiger: ein Überblick über die Regeln.

In der Gemeinde Algermissen gab es im vergangenen Jahr eine Reihe von Gemeinschaftsaktionen im Rahmen des Stadtradelns – wie hier zum Auftakt. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Im vergangenen Jahr haben 5599 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Stadtradeln im Landkreis Hildesheim in 339 Teams genau 1.023.499 Kilometer gesammelt und offiziell im Internet oder per App angegeben. Hätten sie dieselben Wege mit dem Auto zurückgelegt, hätten sie damit 145 Tonnen Kohlendioxid in die Umwelt geblasen. Die blieben der Atmosphäre also erspart – und dieser Klimaschutz-Effekt ist ein entscheidendes Ziel des Stadtradelns, neben der Förderung des Radfahrens, der Lebensqualität in den teilnehmenden Kommunen – und, natürlich, dem Spaß am Radeln.

Anmeldung ist bis zum letzten Tag der Aktion möglich

Nun ist das nächste Stadtradeln in Sicht: Vom 4. bis zum 24. Juni geht es wieder darum, möglichst viele Kilometer mit dem Drahtesel zurückzulegen. Die Anmeldung läuft. Noch sind die Anmeldezahlen freilich überschaubar: 68 Radfahrerinnen und Radfahrer waren am Mittwoch registriert, verteilt auf die ersten 30 Teams. Wer Lust hat mitzumachen, hat nicht nur bis zum 4. Juni Zeit, sich anzumelden, ein neues Team zu gründen oder einem bestehenden Team beizutreten. Das ist bis zum letzten Tag der Aktion möglich.

Dauersieger Algermissen

Im vergangenen Jahr lag das Durchschnittsalter der Teilnehmenden im Landkreis Hildesheim bei 45 Jahren. Unter den 18 Kommunen im Kreisgebiet hatte die Gemeinde Algermissen beim Kilometersammeln die Nase vorn – und das nicht zum ersten Mal: Algermissen hat quasi ein Abo auf den Sieg, lag in den vergangenen vier Jahren bei der Zahl der Kilometer pro Kopf – oder besser gesagt pro Bein – alle Jahre wieder auf Platz eins. Besonders aktiv waren dahinter im Jahr 2022 Sarstedt und Harsum. Die Universität Hildesheim stellte das Team mit den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

So funktioniert’s:

Für alle, die bisher noch nicht beim Stadtradeln aktiv waren, sich aber vorstellen könnten, ab 4. Juni gleichermaßen für die eigene Gesundheit wie auch für das Klima in die Pedale zu treten, ein Überblick über die wichtigsten Regeln: Ein Grundprinzip ist zunächst einmal die Ehrlichkeit. Die gestrampelten Kilometer können freilich nicht objektiv gemessen werden – jeder gibt anhand der Daten vom eigenen Fahrradtacho oder aus dem Smartphone-Navi an, wie weit er gefahren ist. Das ist im Internet ebenso möglich wie über eine spezielle Stadtradeln-App. Wer keinen Internetzugang hat, kann seine Kilometer auch wöchentlich über einen Erfassungsbogen an den lokalen Ansprechpartner oder die Ansprechpartnerin melden.

Jeder kann und muss für eine bestimmte Kommune starten. Das kann der eigene Wohnort ebenso sein wie ein Ort, an dem man eine Schule oder Hochschule besucht oder in einem Verein aktiv ist. Einzelkämpfer können nicht mitradeln: Jeder und jede muss für ein Team starten – entweder für eine Gemeinschaft, für die man Punkte sammeln möchte, oder alternativ im offenen Team, das es in jeder teilnehmenden Kommune gibt. Wer will, kann auch ein neues eigenes Team gründen, das muss dann aber mindestens ein Duo werden; wer ein Team gründet, wird automatisch dessen Captain. In jedem Fall ist eine Anmeldung unter stadtradeln.de/registrieren nötig. Dabei gilt: Jeder Teilnehmende darf nur für eine Kommune und für ein Team starten, Doppelmeldungen sind nicht erlaubt. Wo die Kilometer letztlich zurückgelegt werden, spielt keine Rolle: Wer im Zeitraum des Stadtradelns verreist und im Urlaub gern Fahrrad fährt, darf auch das anrechnen. Neben Klimaschutz, gesunder Bewegung und gemeinsamem Spaß gibt es noch eine weitere Belohnung: Die Kreis-Klimaschutzagentur zeichnet in verschiedenen Kategorien die Sieger aus. Die besten Schulen erhalten Zuschüsse für eigene Klimaschutzprojekte.

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