Verwaltung legt Zeitplan vor

Stadt Hildesheim kündigt konkreten Termin für Freigabe der Dammstraße an

Hildesheim - Die Dammstraße in Hildesheim ist seit zweieinhalb Jahren gesperrt. Nun hat die Stadtverwaltung einen Termin für ihre Freigabe genannt – und denkt zudem über besondere Angebote für Bürgerinnen und Bürger nach.

In der Dammstraße in Hildesheim laufen die Vorbereitungen, um die Betonplatte über der Brücke in den Boden einlassen zu können.  Foto: Clemens Heidrich

Hildesheim - Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sie in der Woche vor Ostern 2025 die Dammstraße wieder für den Verkehr freigeben kann. Das hat Nils Rühmann, der Tiefbau-Fachbereichsleiter, am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung angekündigt.

Rühmann berief sich auf Zeitangaben der beiden Baufirmen, die in der Dammstraße im Einsatz sind. „Wir sind fest davon überzeugt, diese Terminschiene einhalten zu können“, sagte der Verwaltungsvertreter. Er präsentierte ein Papier, in dem es heißt: „Baustellenräumung/Verkehrsfreigabe bis KW 15 2025.“ Die besagte Kalenderwoche beginnt am Montag, 14. April.

Politiker freuen sich über Ankündigung der Stadt

Die Straße ist seit Mai 2022 gesperrt. Damals war bei Kanalbauarbeiten ein Hohlraum entdeckt worden. Wie sich herausstellte, liegt in etwa drei Metern Tiefe unter der Fahrbahn eine 850 Jahre alte Brücke. Das mittelalterliche Bauwerk ist das einzige erhaltene seiner Art in Norddeutschland. Die Stadt ließ die Südseite auf Geheiß die Landesdenkmalpflege freilegen und von Archäologen dokumentieren, danach wurde die Brücke wieder abgedeckt. Seit September laufen die finalen Arbeiten, um sie mit einer Betonplatte zu schützen. Diese soll bis Anfang März in den Boden eingelassen sein, wie aus Rühmanns Aufstellung hervorgeht. In den folgenden vier Wochen soll dann die neue Straße entstehen.

Die Politiker freuten sich über Rühmanns Ankündigung. „Das wäre das erste Mal, dass ich froh bin, wenn ich eine Wette verliere“, sagte SPD-Ratsherr Tobias Eckardt: Er sei sicher gewissen, dass die Straße noch gesperrt sei, wenn er im Sommer in den Urlaub fahre. CDU-Fraktionschef Dennis Münter fotografierte den Zeitplan und erinnerte an vorherige Ankündigungen der Verwaltung, die dann nicht in Erfüllung gegangen seien. „Aber das wird es jetzt“, sagte Münter zuversichtlich.

Stadt will Info-Termine für Bürger am Bauzaun anbieten

Wie Rühmann ankündigte, denke die Stadt darüber nach, während der laufenden Arbeiten Informationstermine für Bürger am Bauzaun anzubieten. „Wir stehen dann Rede und Antwort.“ Die Politiker gingen darauf nicht ein; SPD-Vertreter Eckardt warb aber dafür, die Stadt möge vor der Freigabe der Dammstraße ein Fest dort organisieren. Wenn es dazu komme, sollten die Anlieger eingeladen werden, regte CDU-Ratsherr Martin Eggers an, „als Entschädigung“. Rühmann verwies auf Baudezernentin Andrea Döring, diese äußerte sich in der Sitzung nicht klar zu der Idee.

Wie der Tiefbau-Chef auf Nachfrage von Münter versicherte, wolle die Stadt vor der Freigabe der Straße – falls das Wetter dies nicht verhindere – auch die Markierungen für die künftige Aufteilung zwischen Autofahrern und Radfahrer auftragen lassen. Das sei auch sinnvoll, erwiderte dieser: Müsste die Straße dafür später noch einmal vier Wochen gesperrt werden, „dann würden Sie und wir das nicht überleben“ – was offenkundig zugespitzt gemeint war.

Radfahrer können nach der Freigabe der Dammstraße in einem Bereich nicht von Autos überholt werden

Radfahrer sind künftig auf der Innerste-Brücke und weiteren 20 Metern stadteinwärts als „Kolonnenführer“ unterwegs; ein Fahrbahnteiler aus Baken verhindert, dass Autos sie überholen können. Außerdem legt die Stadt auf der Nordseite einen Sicherheitsstreifen an: Er soll die Autos auf Abstand halten, damit Insassen beim Aussteigen den Radfahrern nicht die Tür vor den Kopf schlagen.

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