Sarstedt - Während der Großteil des Landkreises vorsichtig aufatmet, bleibt die Hochwasserlage im Norden angespannt – vor allem in und um Sarstedt. Feuerwehr und Stadtverwaltung zeigen sich aktuell besonders von der Situation in Ruthe besorgt: hier ist nun die Straße nach Sarstedt halbseitig gesperrt, sagt Sarstedts Stadtbrandmeister Jens Klug.
Nördlich von Ruthe fließen die Flüsse Innerste und Leine zusammen, die beide Hochwasser führen. Laut NLWKN liegt die Leine um 17 Uhr bei 4,20 Metern, die Innerste wiederum bei 6,12 Metern – beide haben damit die Meldestufe 3 erreicht, bei der mit Überschwemmungen zu rechnen ist. Da die Leine bereits voll ist, kann die Innerste an der Mündung schlecht abfließen. Das Wasser staut sich im Umland und überflutet unter anderem die Straßen.
Stadtbrandmeister lobt Zusammenarbeit
Die Verbindung zwischen Ruthe und Heisede ist bereits seit dem Sonntagmorgen gesperrt – die Straße in Richtung Sarstedt möchten Feuerwehr und Verwaltung aber möglichst offen lassen, da sonst nur noch die Verbindung Richtung Schliekum und Jeinsen übrig bleibt. Die Straße nach Sarstedt bleibt daher laut Klug zuerst halbseitig gesperrt. Ob im Laufe der kommenden Stunden noch eine volle Sperrung kommt, vermag er nicht zu sagen. „Wir sind aber für weitere Pegel vorbereitet“, betont er – und hebt die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfskräften aus der Region hervor, darunter Technisches Hilfswerk, Bauhof und Wehren aus benachbarten Gemeinden. „Das hat hervorragend geklappt“, lobt Klug.
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