Volleyball

Um 21.44 Uhr ist die Saison der Grizzlys Giesen beendet – und auch die Zeit von Trainer Stein

Hildesheim - Es hat nicht sollen sein: Die Helios Grizzlys Giesen haben das zweite Spiel im Play-off-Viertelfinale gegen Düren verloren und scheiden damit vor 2304 Zuschauern aus.

Giesens Miguel Sinfronio (links) bei einem Angriffsversuch gegen zwei Dürener. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Um exakt 21.44 Uhr war es passiert: Itamar Steins Zeit als Trainer der Helios Grizzlys Giesen ist zu Ende gegangen. Der Dürener Jordan Canham hatte ein Ass serviert, selbst eine Challenge von Stein änderte nichts mehr daran.

Dieser Volleyball-Abend in der Hildesheimer Sparkassen-Arena war ein wahres Wechselbad der Gefühle. Die weit über 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer machten einiges durch. Hochs der Helios Grizzlys Giesen, aber auch Phasen, in denen die Gäste der SWD Powervolleys Düren das Geschehen bestimmten. Am Ende waren es die Dürener, die das zweite Play-off-Viertelfinale in der Volleyball-Bundesliga der Männer für sich entscheiden sollten. Mit 3:2 gewannen die Nordrhein-Westfalen das Spiel. Es war gleichzeitig das 2:0 in der Serie und damit auch das Saisonaus der Grizzlys.

Nervenaufreibend und spannend

Stein trug es mit Fassung, ließ sich zunächst nichts anmerken. Zu nervenaufreibend und spannend dürften die über zweieinhalb Stunden Volleyball zuvor gewesen sein.

Dabei sah es zunächst eineinhalb Sätze gar nicht danach aus, dass die Giesener gute Chancen auf eine Fortsetzung der Viertelfinalserie hätten. Zu dominant traten die Dürener in Satz eins auf. Gerade im Block dominierten Siebe Korenbleek und Co. – und auch im Angriff lief vieles besser bei den Gästen. Die Grizzlys hatten sichtlich Probleme, weder Mark Rura noch Lars Migge, eigentliche Punktegaranten, fanden in ihr Spiel. Als Migge einen Angriff ins Aus schlug, hatte Düren Satz eins 25:20 gewonnen.

Düren zunächst tonangebend

Und die Dürener führten auch in Durchgang zwei – 1:3, 8:10 und 18:20 hieß es aus Sicht der Giesener. Die sich aber inzwischen berappelt hatten, dank eines Angriffs von Cody Kessel zum 20:20 ausglichen und dank eines Asses von Rura auch beim 22:22 auf Höhe waren. Dem Schweizer Migge war es dann mit einem Angriff und einem Block vorbehalten, den 25:23-Satzgewinn unter Dach und Fach zu bringen.

Auftrieb sollte der Satzgewinn aber nicht geben. Düren führte in Durchgang drei 15:11 und 24:22. Doch die Giesener entdeckten nun ihren Kampfgeist, wehrten dank Kessel den ersten Satzball ab und hatten dann Glück, dass der Dürener Kyle Paulson einen Aufschlag ins Aus servierte. 24:24, und nun hatten die Giesener das Challenge-Glück auf ihrer Seite und ihrerseits Satzball. Jakob Günthör und Kessel blockten anschließend Canham und brachten die Hausherren 2:1 in Führung. Die Sparkassen-Arena kochte, niemand hielt es mehr auf den Sitzbänken.

Entscheidung fällt im Tie-Break

Doch Düren hatte wieder eine Antwort parat, brachte Joors Tijhuis, der plötzlich im Angriff für Punkte sorgte, neben Canham und Ryan Poole. Über 4:7, 11:13, 16:19 und 19:22 brachten die Gäste den Satz nach Hause. Die Entscheidung sollte also im Tie-Break fallen.

Und da hatten die Gäste die besseren Nerven. Migge setzte einen Angriff ins Aus, Tijhuis punktete – schon stand es schnell 5:2. Als Philipp Lauter Migge blockte (6:9), schwante einigen in der Halle Böses. Beim 11:12 und 12:13 waren die Grizzlys nach einem Ass von Miguel Sinfronio noch einmal herangekommen und hatten nach Pooles Fehlangriff beim 13:13 sogar Gleichstand. Doch dann kam zwei Punkte später besagter Canham an die Aufschlaglinie und setzte den finalen Schlusspunkt.

Info: Ein Text zu Itamar Steins Abschied und eine Saisonanalyse folgen.

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