Hildesheim - Die derzeitigen Baumaßnahmen im Wasserparadies sind offenbar deutlich aufwendiger als ursprünglich erwartet. Zwar spricht Stadtwerke-Sprecherin Katrin Groß davon, dass die Arbeiten im Plan lägen. Doch beim genauen Betrachten vor allem hinsichtlich des Sauna-Umbaus werden dennoch Verzögerungen deutlich.
In einer Mitteilung vom Juni 2022 hieß es anfangs, der Saunabereich bleibe für größere Umbauarbeiten bis einschließlich Ende 2023 geschlossen. Auf der Homepage des Wasserparadieses ist aktuell zu lesen: „Der Saunabereich wird für Euch umgebaut und bleibt bis einschließlich Ende 2024 geschlossen.“ Und auf Nachfrage der HAZ hieß es am Mittwoch: „Die Eröffnung der Sauna ist für Anfang 2025 vorgesehen. Dieses Datum ist bekannt und mit den Gremien kommuniziert.“
Betreiberin des Bads ist die SWH Verwaltungs- und Betriebs GmbH
Manch ein Nutzer der in Hildesheim beliebten Sauna wundert sich über die lange Umbauzeit. „So etwas dauert doch keine drei Jahre“, sagt ein Schwimmer, der namentlich nicht genannt werden will. Er setzte sich nach den gezogenen Bahnen regelmäßig in den heißen Dampf. Der Hildesheimer ist der Meinung, dass das Schwimmbad zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt einen etwas heruntergekommenen Eindruck macht. „In den Umkleidekabinen sind fast alle Deckenplatten abgenommen, da schaut man seit Monaten auf die herunterhängenden Kabel.“ Er befürchte, dass das Ansehen von Hildesheims beliebtem Schwimmbad leiden könne. Viele Saunagänger suchten sich jetzt sicher neue Orte zum Schwitzen. „Und es ist die Frage, ob sie anschließend wieder zurück ins Wasserparadies kommen.“
Betreiberin des Bads ist die SWH Verwaltungs- und Betriebs GmbH (VUB), ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Hildesheim. Sie hatte schon Mitte 2022 angekündigt, dass vor allem die Pläne bezüglich des Saunabereichs weit über eine kleinere Routineaktion hinaus gingen – sie plane nicht weniger als den Komplettumbau und eine Modernisierung der gesamten Saunalandschaft. Damals ging man aber davon aus, dass der neue Saunabereich Ende 2023 wieder betreten werden kann. Details zu den geplanten Bauarbeiten, Neuerungen, Zeitplan und Investitionskosten wollte die VUB damals nicht nennen.
Zwei Drittel der Schränke sollen weiter zur Verfügung stehen
Auf den Zustand in den Umkleidekabinen angesprochen, verweist Groß darauf, dass sehr bewusst erstens im laufenden Betrieb und zweitens abschnittsweise umgebaut werde. „Somit vermeiden wir Schließungen.“ Dabei werde darauf geachtet, dass immer zwei Drittel der Schränke zur Verfügung stünden. „So können wir Vereinen, Schulen und allen Menschen, die gerne schwimmen und planschen möchten, durchgehend Zeit im Wasserparadies ermöglichen.“
