Kilometerlange Staus

Umleitungschaos nach B1-Sperrung im Kreis Hildesheim: Behörde geht davon aus, dass sich der Verkehr bald „einruckelt“

Kreis Hildesheim - Eigentlich sollen Autofahrerinnen und Autofahrer die gesperrte Bundesstraße 1 auf einer Strecke durch den südlichen Hildesheimer Landkreis umfahren. Viele wählen aber stattdessen eine nördliche Route – was zu Staus und langen Wartezeiten führt. Die zuständige Landesbehörde äußert sich nun dazu.

Viele fahren durch Hasede und Giesen, um die gesperrte Bundesstraße 1 zu umfahren. Geht es nach der zuständigen Behörde, sollten die Autos stattdessen gen Süden unterwegs sein. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Seit Montag ist die Bundesstraße 1 bei Sorsum wegen Bauarbeiten in westlicher Richtung voll gesperrt, und der Verkehr muss sich andere Wege suchen. Geht es nach der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, sind dafür zwei Routen vorgesehen: Eine nördliche Route über Hasede und Giesen einzig für den Schwerlastverkehr – und eine südliche über Diekholzen und Gronau für Autofahrerinnen und Autofahrer. „Die getrennten Strecken dienen dazu, den Verkehr zu entzerren“, sagt dazu Behördensprecher Martin Klose. Gerade der Verkehr im Nordkreis solle so entlastet werden.

Die Realität sieht zum Wochenbeginn aber völlig anders aus. Da die Route über Hasede und Giesen rund zehn Kilometer kürzer ist als die offizielle Pkw-Umleitung über Diekholzen, wählten viele Autofahrerinnen und Autofahrer lieber diese Strecke – und so staut sich der Verkehr auf der B6 nördlich von Hildesheim kilometerlang. Diese Route sei daher auch nur vermeintlich schneller, sagt Klose, wegen des Staus gehe dort sehr viel Zeit verloren. Zudem belaste es die Ortschaften wie Hasede. Die Route durch den südlichen Landkreis führt ihm zufolge so auch nicht zu längeren Fahrzeiten. „Wir bitten die Verkehrsteilnehmer daher, sich an diese Umleitung zu halten.“

Verkehr soll sich „einruckeln“

Wie sich am Ende aber jeder Fahrer und jede Fahrerin entscheidet, könne die Behörde nicht lenken. Weitere Maßnahmen, um den Verkehr zu beeinflussen, seien daher auch nicht geplant. „Wir gehen davon aus, dass sich das jetzt einruckelt“, sagt Klose. So sei es in der Regel auch bei anderen Baumaßnahmen der Fall. Die Frage, ob die Entwicklung nicht vorhersehbar gewesen sei, beantwortet er nicht direkt, jede Sperrung verlaufe anders – so manche sei dabei aber „durchaus überraschend“, meint der Sprecher.

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