Polizei bittet um Hinweise

Unbekannte erschießen 14 Meerschweinchen im Hildesheimer Wildgatter mit Luftdruckwaffe

Hildesheim - Tierquäler treiben ihr Unwesen im Hildesheimer Wildgatter, sie töteten mehrere Meerschweinchen – und kamen in der nächsten Nacht wieder. Die Polizei bittet um Zeugen-Hinweise, um die Täter zu finden.

Tierquäler haben es im Hildesheimer Wildgatter auf Meerschweinchen abgesehen: Sie töteten in der Zeit zwischen Freitag, 5 Uhr morgens, und Samstag, 6.30 Uhr, 14 Tiere. Zeugen, die Beobachtungen rund ums Gehege gemacht haben, mögen sich unter der Telefonnummer 0 51 21/ 939 115 auf der Polizei-Dienststelle melden. Foto: Julia Moras (HAZ Archiv)

Hildesheim - Tierquäler sind im Wildgatter unterwegs: Bislang unbekannte Täter haben in zwei aufeinanderfolgenden Nächten 14 Meerschweinchen im Gehege getötet. Inzwischen ist die Polizei eingeschaltet, die mithilfe eines Zeugen-Aufrufs hofft, die Täter zu finden.

Die Taten geschahen zwischen Freitag, 5 Uhr morgens, und Samstag, 6.30 Uhr – vermutlich im Dunkeln, sagt ein Sprecher der Polizei Hildesheim. Denn als Mitarbeiter des Wildgatters am Freitagmorgen zum Meerschweinchengehege kamen, fanden sie 13 verendete Tiere darin. Die Kadaver, die Verletzungen aufwiesen, wurden in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover untersucht – mit dem Ergebnis, dass die Tiere vermutlich mit einer Luftdruckwaffe erschossen worden sind. Bei der Analyse wurden entsprechende Projektile gefunden, heißt es von der Stadt Hildesheim. Um was für eine Waffe es sich genau handelt, ist noch Gegenstand der Ermittlungen, so der Polizeisprecher.

Als das Wildgatter-Team am Samstagmorgen erneut ein totes Meerschweinchen mit ähnlichen Verletzungen im Gehege fand, alarmierte es die Polizei – denn es befürchte dem Sprecher zufolge, dass noch weitere Taten passieren könnten.

Polizei und Stadt bitten um Hinweise

Die Beamtinnen und Beamten rückten Samstagfrüh zum Wildgatter aus und sahen sich das tote Tier an. Inzwischen haben sie ein Strafverfahren nach dem Tierschutzgesetz sowie wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Zeuginnen und Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, die im Zusammenhang mit der Tierquälerei stehen könnten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0 51 21/ 939 115 auf der Polizei-Dienststelle zu melden.

Die Tiergehege im Wildgatter sind frei zugänglich, auch nachts – ob es eine Kameraüberwachung gibt, ermittelt die Polizei derzeit noch. Bis dahin hofft sie auf Hinweise aus der Bevölkerung, um dem oder den Tätern auf die Spur zu kommen. Auch die Stadt, der das Wildgatter gehört, hat inzwischen einen Suchaufruf in den sozialen Medien mit Bildern der toten Tiere veröffentlicht und sucht gemeinsam mit der Polizei nach Zeuginnen und Zeugen.

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