Rettungshubschrauber im Einsatz

Unfall mit Streifenwagen auf A 7 im Kreis Hildesheim: Polizistin und ihr Kollege schwer verletzt

Kreis Hildesheim - Eine Polizistin und ihr Kollege sind am Montagmorgen bei einem Unfall mit ihrem Streifenwagen auf der Autobahn 7 im Kreis Hildesheim schwer verletzt worden. Eine Vollsperrung sorgte für stockenden Verkehr auf den Ausweichstrecken. (mit Video)

Zwei Beamte der Hildesheimer Autobahnpolizei sind am Montag bei einem Unfall schwer verletzt worden. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Die Motorhaube des Streifenwagens ragt nach oben, der Kofferraum ist deformiert, Trümmerteile liegen auf der Fahrbahn verteilt: Bei einer Einsatzfahrt auf der A 7 sind am Montagmorgen eine Beamtin und ihr Kollege von der Hildesheimer Autobahnpolizei schwer verletzt worden.

Polizisten waren auf dem Weg zu einer Unfallstelle

Nach Angaben der Polizeisprecherin Kristin Möller waren die Polizisten gegen 7.30 Uhr auf dem Weg zu einem Unfall, bei dem ein Auto auf der Autobahn zwischen Derneburg und Dreieck Salzgitter in Fahrtrichtung Süden in die Mittelleitplanke geprallt war.

Der Autofahrer war offensichtlich unverletzt geblieben, die Unfallstelle sollte gesichert werden. Die Streifenwagenbesatzung war zu der Zeit im südlichen Landkreis auf der A7 in Richtung Norden unterwegs.

Auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern geraten

Nach bisherigen Erkenntnissen geriet die 23-jährige Fahrerin mit dem Wagen, der mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs war, dann zwischen Bockenem und dem Dreieck Salzgitter auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern, prallte mit dem Fahrzeug in die Mittelleitplanke, schleuderte zurück und kollidierte schließlich mit dem Heck mit einem vorausfahrenden Lastwagen.

Dabei erlitten sowohl die Fahrerin als auch ihr 27-jähriger Kollege schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen – beide waren ansprechbar. Dennoch wurde auch ein Rettungshubschrauber angefordert; die Beamten wurden nach Angaben Möllers letztlich aber doch per Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Unmittelbar nach dem Unfall hatte es von der Polizei geheißen, die 23-Jährige sei leicht verletzt, diese Angabe korrigierte Möller jedoch am Nachmittag. Als schwer stuft die Polizei eine Verletzung ein, wenn die Betroffenen stationär im Krankenhaus aufgenommen und behandelt werden müssen.

Wie schnell war der Streifenwagen unterwegs?

Die Polizei versucht nun, die noch offenen Fragen im Zusammenhang mit dem Unfall zu beantworten. Klar ist bislang, dass der Streifenwagen ohne Fremdeinwirkung ins Schleudern geriet und kein anderes Fahrzeug den Unfall verursachte. Unklar ist laut Möller derzeit allerdings, wie schnell der Streifenwagen zum Zeitpunkt des Unfalls gefahren ist. „Die Ermittlungen dazu dauern an. Das Polizeikommissariat Bad Salzdetfurth führt die Ermittlungen.“

Die beiden verletzten Polizisten konnten sich bislang noch nicht zum Unfallhergang äußern. Zeugen dagegen machten laut Möller Angaben, da diese jedoch Gegenstand der laufenden Ermittlungen seien, äußerte sie sich nicht näher zum Inhalt der Aussagen. Der Streifenwagen ist nicht mehr einsatzbereit, Möller schätzt den Totalschaden auf etwa 50.000 Euro – der zerstörte Streifenwagen werde den Polizeidienst jedoch nicht beeinträchtigen. Für den ebenfalls am Unfall beteiligten Lastwagen gehen die Beamten von einem hohen vierstelligen Schaden aus.

A7 in Richtung Norden zwischenzeitlich voll gesperrt

Die Autobahn in Richtung Norden war wegen des Rettungseinsatzes bis etwa 11 Uhr voll gesperrt. Viele Autofahrer hatten während der Vollsperrung die Bundesstraße 243 als Umleitung genutzt, zwischen Bockenem und Groß Düngen floss der Verkehr stockend. Auch rund um Holle gab es zum Teil erhebliche Behinderungen auf den Straßen. Am Nachmittag hatte sich der Verkehr auf der Autobahn und der Bundesstraße wieder normalisiert.

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