Wendhausen/Bad Salzdetfurth - Wegen eines Unfalls musste die Bundesstraße 6 für eine gute Stunde am Dienstagvormittag voll gesperrt bleiben. Inzwischen hat die Polizei die Strecke wieder freigegeben.
Verletzte 35-Jährige aus Gifhorn
Nach ersten Informationen der Polizei in Bad Salzdetfurth ist es am Vormittag zwischen Uppen und Wendhausen im Hildesheimer Ostkreis zu einem Auffahrunfall gekommen. Dabei ist eine 35-jährige Frau schwer verletzt worden. Sie ist in ein Krankenhaus gebracht worden.
Der Unfall, an dem insgesamt drei Fahrzeuge beteiligt waren, hat sich gegen 10 Uhr ereignet. Auslöser ist offensichtlich ein Notarztwagen im Einsatz mit Blaulicht gewesen, der aus Hildesheim kommend auf der B 6 fuhr – hinter einem anderen Auto. Das sah auf der Gegenfahrbahn ein 72-jähriger Ford-Fahrer aus Hildesheim und bremste sofort stark ab. Allerdings machte der Notarztfahrer keine Anzeichen für einen Überholvorgang.
Tesla landet auf dem Feld an der B 6
Durch das starke Abbremsen fuhr die Seat-Fahrerin aus Gifhorn in den Ford vor ihr. Auch ein 54-jähriger Tesla-Fahrer aus Hildesheim bemerkte die Situation zu spät und fuhr auf den Seat auf. Sein Auto kam durch den Zusammenstoß erst auf dem Feld zum Stehen. Der Notarztwagen stoppte sofort und die Besatzung übernahm die Erstversorgung der schwer verletzten Frau. Die beiden anderen beteiligten Fahrer wurden nicht verletzt.
Der eingeklemmte Seat blieb mit einem Totalschaden zurück. Nach ersten Auskünften der Polizei mussten der und der Tesla abgeschleppt werden, weil beide Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit waren. Der Ford-Fahrer konnte mit seinem ebenfalls beschädigten Auto noch fahren.
Winterdienst befindet sich im Streik
Wegen ausgelaufener Flüssigkeiten musste die Bundesstraße abgestreut werden. Weil sich der Winterdienst am Dienstag größtenteils im Streik befand, dauerte es entsprechend lang, bis die Straße geräumt und abgestreut war. Gegen 11 Uhr hat die Polizei die Straße dann wieder freigegeben.
Als Unfallursache geht die Polizei vom Kommissariat Bad Salzdetfurth von einer Kombination aus zu wenig Abstand und zu rutschiger Fahrbahn aus. „Schneeverwehungen sowie Eisschichten haben den üblichen Bremsweg deutlich verlängert“, so ein Beamter, der den Unfall aufgenommen hat. Der Gesamtschaden an allen drei Autos wird vorläufig zwischen 25.000 und 30.000 Euro beziffert.
Zweiter Auffahrunfall in Bad Salzdetfurth
Kaum hatten die Einsatzkräfte diesen Unfall aufgenommen, mussten sie gegen 11.30 Uhr schon zum nächsten in die Stadt Bad Salzdetfurth eilen. Dort hatte sich ein weiterer Unfall ereignet. Ein Ford-Kleintransporter mit Hildesheimer Kennzeichen fuhr auf der Detfurther Allee in Richtung Innenstadt. Auf Höhe des Kurmittelhauses bremste der 50-jährige Fahrer plötzlich auf der Geradeausspur, weil er sich entschlossen hatte, nach links abbiegen zu wollen. Dafür hatte er sich aber nicht auf der vorgesehenen Linksabbiegerspur eingeordnet.
Den abrupten Richtungswechsel bemerkte eine Polo-Fahrerin zu spät. Die 61-Jährige von einem Pflegedienst fuhr auf den Ford auf. Die Frau erlitt dabei einen Schock und wollte sich selbst in ein Krankenhaus begeben. Ihr Auto blieb an der Unfallstelle mit einem Totalschaden zurück und musste abgeschleppt werden. Der Ford-Fahrer blieb unverletzt.
Sachschaden beläuft sich auf rund 11 000 Euro
Als Unfallursache wertet die Polizei vor Ort das abrupte Bremsen des Ford-Fahrers. „Die Fahrbahn ist in diesem Kreuzungsbereich trocken gewesen“, verdeutlicht ein Polizist nach der Unfallaufnahme. Er schätzt den Sachschaden auf rund 11 000 Euro.
