Bad Salzdetfurth - So wenige Unfälle wie nie zuvor in den vergangenen zehn Jahren, außerdem viel weniger Schwerverletzte als im Vorjahr – das sind zwei zentrale Ergebnisse der Unfallstatistik des Polizeikommissariates Bad Salzdetfurth für das Jahr 2025. Der positive Trend wird allerdings getrübt: Während es im Vorjahr im Zuständigkeitsbereich des Kommissariates keinen Unfall mit tödlichem Ausgang gab, waren es im vergangenen Jahr drei. „Diese Entwicklung ist tragisch und bedauernswert“, sagt die Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes, Jenny Heise. Das Kommissariat ist nicht nur für das Stadtgebiet von Bad Salzdetfurth zuständig, sondern auch für Bockenem, Holle, Lamspringe, Schellerten und Söhlde – und damit für eine Gesamtfläche von rund 445 Quadratkilometern. Das sind die auffälligsten Entwicklungen im Jahr 2025:
Niedrigste Zahl von Unfällen in den vergangenen zehn Jahren
Die Gesamtzahl der Unfälle ist gegenüber dem Vorjahr von 1038 auf 1003 zurückgegangen, die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten von 34 auf 27 (rund 20 Prozent weniger) und die der Baumunfälle von 38 auf 24 (knapp 37 Prozent). Alle drei Zahlen bedeuten jeweils den niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Die Polizei kündigt gezielte Geschwindigkeitskontrollen auf Strecken an, die in der Hinsicht besonders gefährlich sind – um die Entwicklung weiter positiv zu beeinflussen.
Deutlich mehr Fahrverbote wegen Tempoverstößen
Zu hohe Geschwindigkeit sei nach wie vor die häufigste Unfallursache, betont die Polizei und weist darauf hin, dass sie im vergangenen Jahr 972 Tempoverstöße feststellte, das waren ungefähr so viele wie im Vorjahr (969). Auffällig ist allerdings, dass deutlich öfter ein Fahrverbot fällig war (45 gegenüber 23 Fällen), weil Fahrer oder Fahrerinnen erheblich zu schnell unterwegs waren.
Doppelt so viele Fahrer alkoholisiert am Steuer ertappt
Doppelt so häufig wie im Vorjahr hat die Polizei Fahrerinnen oder Fahrer ertappt, die alkoholisiert am Steuer saßen – 108-mal gegenüber 54-mal im Vorjahr. Das liegt auch an intensiven Kontrollen, bei denen die Polizei die Fahrtüchtigkeit von Verkehrsteilnehmenden prüfte. Solche ganzheitlichen Kontrollen und ein konsequentes Sanktionieren von Verstößen seien wichtig, erklärt Heise. Denn: Bei 13 Unfällen war Alkoholeinfluss eine entscheidende Ursache.
Unfallfluchten zu 39 Prozent aufgeklärt
Die Zahl der Unfallfluchten ging leicht von 212 auf 209 Fälle zurück. Wer sich unerlaubt vom Unfallort entfernt, muss allerdings damit rechnen, ermittelt zu werden: Die Aufklärungsquote liege mit 39 Prozent auf einem guten Niveau, berichtet das Kommissariat. Es kündigt an, bei regelmäßigen Kontrollen weiterhin vor allem zu hohe Geschwindigkeit, Alkohol- und Drogeneinfluss sowie Ablenkung im Straßenverkehr im Blick zu haben – um relevante Unfallursachen weiter zu entschärfen.
