Hildesheim - Seit kurzem stehen auf dem Parkplatz auf dem Hauptcampus der Universität zwei neue Autos, die zum Carsharing genutzt werden können. Die Idee dazu hatte Yannik Kolmer, der Studentenvertreter im Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) ist. Gemeinsam mit Julia Witter vom Green Office und Baudezernent Thomas Hanold wurde aus der Idee ein Vertrag mit Stadtmobil als Anbieter, der bereits elf weitere Stellplätze für Carsharing im Hildesheimer Stadtgebiet betreibt.
„Es ist nicht einfach, Plätze zu bekommen, wir müssen meist auf Hinterhöfe ausweichen“, sagt Maaret Westphely von Stadtmobil. Nun gibt es einen weiteren und prominent platzierten Platz. „Uns ist wichtig, dass das Angebot auch von Anliegern der Marienburger Höhe genutzt wird“, betont Hanold.
Aufs eigene Auto verzichten
Das Angebot ist aber auch Teil des Plans, immer mehr Uni-Mitarbeiter und Studenten dazu zu bewegen, auf ihr eigenes Auto zu verzichten, um mit Car-Sharing, Fahrrad und ÖPNV Teil einer neuen Mobilitätsstrategie zu werden. Die Chancen stünden an der Uni gut, sagt Witter: „Wir haben die Bereitschaft an allen drei Standorten abgefragt, mehr als 80 Prozent der Befragten signalisierten ihr Interesse.“
Wenn sich Studenten zudem über das Asta-Büro als Nutzer anmelden, werde ihnen die Anmeldegebühr in Höhe von 29 Euro gutgeschrieben, sagt Kolmer. Er weist auf einen weiteren Vorteil hin: „Die Mitgliedschaft gilt nicht nur für Hildesheim, sondern bundesweit.“ Und das sind immerhin Standorte in rund 200 großen Städten, ergänzt Westphely.
Stadtmobil in 200 Städten
In Hildesheim gibt es das Angebot Carsharing mittlerweile seit rund 25 Jahren. Doch vielen falle es noch immer schwer, auf das eigene Auto zu verzichten.
Einen weiteren Baustein hat Kolmer nun bei Hanold gestern bei der Vorstellung des Angebotes zusätzlich auf den Weg gebracht. Der Bund fördere Standorte von Lastenrädern. Damit stieß er beim Baudezernenten auf offene Ohren. Er will nun prüfen, ob sich das ebenfalls auf dem Uni-Gelände realisieren lasse. Optimistisch ist er jedenfalls.
