Höchster Inzidenzwert im Land

Viele Corona-Fälle im Kreis Peine: Altenheim-Besuche nur noch mit FFP2-Maske

Hohenhameln - Im Kreis Peine sind Altenheim-Besuche künftig nur noch mit FFP2-Maske erlaubt. Das ist eine von mehreren Maßnahmen angesichts der hohen Corona-Inzidenz in Hildesheims Nachbar-Landkreis.

Besuche in Altenheimen im Kreis Peine sind künftig nur erlaubt, wenn man eine FFP2-Maske trägt. Foto: Christian Gossmann

Hohenhameln - Wegen der starken Ausbreitung des Corona-Virus gelten in Hildesheims Nachbar-Landkreis Peine jetzt verschärfte Schutzmaßnahmen. Am Montag meldete das Landesgesundheitsamt für Peine eine Sieben-Tage-Inzidenz von 186,2. Das ist derzeit der höchste Wert in ganz Niedersachsen.

„Die Inzidenz-Marke von 200 ist eine statistisch schwankende Erhebung. Dennoch sind die Infektionszahlen in unserem Landkreis eindeutig zu hoch“, erklärt Peines Landrat Franz Einhaus. Verwaltungsspitze und Krisenstab des Landkreises haben daher in Abstimmung mit der Polizei und den Gemeinden ein Maßnahmenpaket beschlossen.

Maßnahmen in Altenheimen

Die Auswertung von Daten habe gezeigt, dass allein seit Jahresbeginn rund 30 Prozent der Infektionen im Zusammenhang mit Alten- und Pflegeheimen stünden. Daher stehe man derzeit in intensivem Kontakt zu allen Heimen, um eventuelle Probleme bei der Umsetzung der Hygienekonzepte zu besprechen und wenn nötig intervenieren zu können, teilte die Kreisverwaltung mit. „Angesichts des Infektionsgeschehens werden wir zudem darauf hinwirken, dass alle Besucher von Alten- und Pflegeheimen neben den obligatorischen Schnelltests eine FFP2-Maske tragen. Damit wollen wir bestmöglich verhindern, dass Infektionen in und aus diesen Einrichtungen getragen werden, ohne ein komplettes Besuchsverbot anordnen zu müssen“, so der Landrat.

Des Weiteren werden die Kontrollen im öffentlichen Bereichen wie Einkaufmärkten, Parklätzen oder Tankstellen mit Hilfe der Ordnungsämter der Gemeinden und der Polizei deutlich verstärkt. „Zusätzlich wird die Polizei auch den Individualverkehr nach stärker in den Blick nehmen, da festzustellen ist, dass noch immer zahlreiche Menschen mit mehreren Personen in Kraftfahrzeugen unterwegs sind, ohne eine Maske zu tragen“, berichtet Henning Heiß, Leiter des Krisenstabs des Landkreises. Verstärkt werden außerdem die Kontrollen in besonders sensiblen Sozialräumen. Verschärfte Kontaktbeschränkungen oder Einschränkungen der Bewegungsfreiheit plant der Landkreis aktuell nicht. „Wir beobachten und analysieren die Entwicklung der Infektionszahlen täglich und werden die uns zur Verfügung stehenden Spielräume nutzen, um gegebenenfalls nachzuregeln, sollten wir dies als notwendig erachten. Ich appelliere an jeden Einzelnen, die Kontakte, nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Umfeld auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren", sagt Franz Einhaus.

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