Sarstedt - Von den insgesamt fünf Personen, die am Freitag im Landkreis Hildesheim positiv auf das Coronavirus getestet wurden, leben vier in Sarstedt.
Dabei handelt es sich laut Angaben der Behörde um vier Kinder einer Familie. Zwei von ihnen gehören zur Altersgruppe der Null- bis Vierjährigen, zwei weitere sind zwischen zehn und vierzehn Jahren alt. Eines dieser Kinder besuchte offenbar noch die Schule, als von ihm bereits eine Ansteckungsgefahr ausging. Dabei soll es sich um eine der beiden Sarstedter Grundschulen gehandelt haben, dort begannen inzwischen die Sommerferien.
Vier Mitschüler und eine Lehrkraft werden getestet
„Die relevanten Kontaktpersonen des Kindes“, so der Landkreis in einer Pressemitteilung zu den festgestellten Neuinfektionen, „sind klar einzugrenzen, so dass nun vier Mitschüler und eine Lehrkraft entsprechend getestet werden müssen.“ Nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Behörde sei auch keine weitere Gemeinschaftseinrichtung betroffen. Zusätzlich zu den schulischen Kontakten des Kindes würden weitere fünf Personen innerhalb der betroffenen Familie auf eine mögliche Infizierung mit dem Coronavirus getestet.
Die erkrankten Kinder befinden sich derzeit in Quarantäne, über ihren Gesundheitszustand gibt es bislang keine Angaben.
Kein Grund für übertriebene Reaktionen
Sarstedts Bürgermeisterin Heike Brennecke, die die Neuinfektionen selbst auf einer Pressekonferenz am Mittag im Rathaus bekanntgab, warnt indes vor übertriebenen Reaktionen auf die Nachricht. „Es gibt keinen Grund, in irgendeiner Weise panisch zu werden. Wir wissen, dass jetzt alle potentiellen Kontaktpersonen der Kinder informiert werden, und dann bleibt abzuwarten, ob es weitere Neuinfektionen gibt.“
Um welche der beiden Grundschulen es sich handelt, gibt der Landkreis aus Datenschutzgründen nicht bekannt. „Dazu kann sich die betroffene Einrichtung nur selbst äußern“, sagt Pressesprecherin Birgit Wilken.
Auf die Tatsache, dass bislang lediglich vier Mitschüler und eine Lehrkraft des betroffenen Kindes als Kontaktpersonen auf das Virus getestet werden mussten, könnte sich das Prinzip der geteilten Klassen, von denen jeweils nur eine Hälfte zum Unterricht kommt, während am darauffolgenden Tag die andere Hälfte in der Schule ist, ausgewirkt haben –es senkt offenbar, wie durch die Regelung beabsichtigt, tatsächlich das Ansteckungsrisiko.
In Sarstedt betrug die Zahl der Infizierten zuletzt null. Im gesamten Landkreis gelten derzeit inklusive der vier erkrankten Kinder aus Sarstedt noch acht Personen als infektiös, 412 sind genesen und sechs im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.
