Sarstedt - Nach der Fusion mit der Hannoverschen Volksbank stärkt die Volksbank Hildesheimer Börde den Standort Sarstedt. Das Kreditinstitut konzentriert dort seine Firmenkunden-Beratung, der frühere Vorstand Marcus Hölzler leitet diesen Bereich und überhaupt das frühere Börde-Gebiet künftig von der Geschäftsstelle an der Innerstebrücke aus. Hoheneggelsen, bis zur Fusion Zentrale der eigenständigen Volksbank Hildesheimer Börde, verliert durch diesen Schritt an Gewicht.
Auch Hölzler in Sarstedt
Derzeit arbeiten in der Sarstedter Volksbank-Niederlassung 13 Beschäftigte, darunter auch Hölzler. Er war bis zur Fusion einer beiden Vorstände der Volksbank Hildesheimer Börde. Diese durfte nach dem Zusammenschluss ihren Markennamen behalten und firmiert nunmehr als Niederlassung der Hannoverschen Volksbank. Hölzler ist Leiter dieser „Niederlassung Hildesheimer Börde“ und zudem für ihr Firmenkundengeschäft zuständig.
Das wurde bislang weitgehend von der alten Börde-Hauptstelle in Hoheneggelsen aus betreut. Von dort wechseln mehre Mitarbeiter nach Sarstedt, die Belegschaft dort soll dadurch auf 18 Beschäftigte wachsen, wie Volksbank-Sprecher Marko Volck auf HAZ-Anfrage erklärt. Platz genug ist da: In der oberen Etage des Bankgebäudes an der Steinstraße gibt es genug freie Räume, dort ziehen die Berater bald ein. „Wir bieten damit in Sarstedt die komplette Kompetenz in allen Bereichen des Bankgeschäftes", betont Hölzler.
„Attraktiver Standort“
Gerhard Oppermann, im Vorstand der Hannoverschen Volksbank für Firmenkunden verantwortlich, lobt Sarstedt ausdrücklich als „attraktiven Standort“. Dort baue die Bank ihre Firmenkunden-Betreuung aus und untermauere damit das bei der Fusion gegebene Versprechen, „unsere regionale Nähe beizubehalten“.
Die Firmenkunden im Hildesheimer Ostkreis sollen unter dem Umzug ihrer Berater aber nicht leiden, verspricht der Niederlassungs-Leiter. Die Banker stünden auch weiterhin für Termine vor Ort zur Verfügung: „Wir stellen auch weiterhin die Betreuung unserer Firmenkunden in Hoheneggelsen durch die persönlichen Ansprechpartner sicher.“
Wann genau der Umzug beginnt und wann er abgeschlossen ist, ist noch nicht ganz klar, allzu lange soll es aber nicht dauern. „Das ist gerade in der Planung und steht noch nicht detailliert fest“, erklärt Unternehmenssprecher Volck.
Späte Genugtuung?
Manches Sarstedter Volksbank-Mitglied dürfte den nun geplanten Schritt mit einer gewissen amüsierten Genugtuung verfolgen. Die einst selbstständige Volksbank Sarstedt hatte im Jahr 2004 mit der Volksbank Hildesheimer Börde fusioniert und musste damals als Juniorpartner den Namen aufgeben. Dass künftig im deutlich kleineren Hoheneggelsen bestimmt wurde, was bei der Volksbank in Sarstedt lief, gefiel nicht jedem – auch wenn 93,1 Prozent der Sarstedter Volksbank-Mitglieder dem damaligen Zusammenschluss zugestimmt hatten.
16 Jahre nach dieser Abstimmung fusionierte die Volksbank Hildesheimer Börde ihrerseits als Juniorpartner mit der Hannoverschen Volksbank, nachdem zuvor ein Zusammenschluss mit der Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen überraschend gescheitert war. Damit gehört auch die Sarstedter Niederlassung zum Geschäftsgebiet der Hannoveraner, und deren Spitze verleiht der Sarstedter Geschäftsstelle nun wieder eine größere Bedeutung innerhalb ihres Filialnetzes.
