Alfeld - Fußball am Sonntag. Menschen am Spielfeldrand, Gespräche, Kinder, die auf dem Bolzplatz dem runden Leder nachjagen. Eigentlich gehört neben einem Kaltgetränk auch der Duft von Bratwurst dazu. Diesmal blieb der Grill kalt. Stattdessen hing vor der schicken Grillbude des TSV ein Schild: „Ohne Ehrenamt keine Bratwurst“.
Ein kurzer Satz. Und doch einer, der nachwirkt. Denn vieles, was auf Sportplätzen selbstverständlich wirkt, ist es längst nicht mehr. Der Verkauf am Grill, das Kassieren am Eingang, das Abkreiden des Platzes – all das passiert nicht von allein. Es sind Menschen, die früh da sind, mit anpacken und oft erst gehen, wenn der letzte Besucher längst zu Hause ist. Menschen, die das Fundament für das Erleben von Gemeinschaft bilden.
Gerade in kleineren Vereinen wird das spürbarer. Die Aufgaben bleiben, das ehrenamtliche Engagement geht zurück. Dabei lebt der Sport – und oft auch das Dorfleben – genau von diesem Einsatz. Von denen, die organisieren, planen, aufbauen und einfach mithelfen.
Auch beim TSV Föhrste ist das Engagement groß. Feste, Aktionen, Veranstaltungen – vieles wird auf die Beine gestellt. Und doch zeigt so ein Schild, dass selbst dort nicht alles selbstverständlich ist.
Vielleicht liegt genau darin die Botschaft dieses Sonntags. Dass Ehrenamt mehr ist als ein Begriff. Dass vieles, was Gemeinschaft ausmacht, leise entsteht – und oft erst auffällt, wenn es fehlt. Ohne Ehrenamt keine Bratwurst. Und ohne Ehrenamt oft auch ein Stück weniger Miteinander.
