Bavenstedt - Eigentlich träumt jeder Fußballer mal davon, Profi zu werden – in der Bundesliga in den großen Arenen Deutschlands aufzulaufen. 22 Fußballer kamen am Samstagnachmittag im Finale des Kehrwieder-Cups in den Genuss, vor den Augen eines aktuellen Bundesliga-Profis zu kicken. Timo Hübers vom 1. FC Köln weilte der Final-Begegnung zwischen dem VfR Germania Ochtersum und dem SV Bavenstedt bei. Die Bavenstedter sicherten sich in einem wahren Torfestival im Übrigen den Pokal auf eigener Anlage – doch dazu später mehr.
Zurück zu Hübers: Der weilte, wie er gegenüber dieser Zeitung erklärte, seit langer Zeit mal wieder in der Heimat. Gemeinsam mit Vater Ewald und Bruder Oliver schaute der Köln-Profi dann in Bavenstedt zu. Am Montag startet der 29-Jährige mit dem „Effzeh“ in die Vorbereitung auf die neue Erstligasaison. Nach einer Knieverletzung werde er aber noch brauchen, bis er wieder auf dem Platz stehen werde. „Es war eine schwere Verletzung“, sagte Hübers. „Ich mache mir keinen Druck, aber es fühlt sich schon wieder sehr viel besser an.“ Wenn es gut läuft, dann würde der gebürtige Hildesheimer „gerne Richtung Spätherbst“ wieder Fußball spielen.
Allein neun Tore in Halbzeit eins
Hübers hatte sich ein wahres Torfestival rausgepickt, um in der alten Heimat Fußball zu schauen. Die Finalisten VfR Germania Ochtersum und SV Bavenstedt zeigten trotz Temperaturen nahe 30 Grad überhaupt keine Anzeichen von Lustlosigkeit oder Erschöpfung. Im Gegenteil: Es waren gerade rund 15 Minuten gespielt, da führte der VfR dank zweier Treffer von Philipp Timkov mit 2:0.
Der SVB war in den ersten Minuten überhaupt nicht in der Partie. Gerd Celnik, eigentlich Sportlicher Leiter beim Landesligisten, vertrat die verhinderten Trainer Michael Jarzombek und Ali Varol an der Seitenlinie. Er schimpfte in der Trinkpause und stellte um. Etwas aus dem Nichts traf Sandro-Jose Padial per Kopfball zum 2:1-Anschlusstreffer. Es sollte der Startschuss für eine furiose Phase der Bavenstedter werden.
Binnen zehn Minuten von 1:2 auf 5:2
Binnen zehn Minuten – von der 29. bis zur 39. Spielminute – machte der SVB aus dem 1:2 ein 5:2. Padial erzielte das 2:2 und 5:2, dazwischen trafen zudem Cedric Jahnel (3:2) und Max Wasl (4:2).
Ochtersum war nun völlig von der Rolle, fing sich vor dem Seitenwechsel sogar noch die Gegentreffer sechs und sieben jeweils durch Jahnel. Er hatte sich damit wie Padial dreifach in die Torschützenliste eingetragen.
Aufreger kurz vor Schluss
Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie dann ein wenig. Der VfR war auf Schadensbegrenzung aus, der SVB verwaltete die Führung. In der Schlussphase überschlugen sich dann noch einmal die Ereignisse. Erst sahen die Ochtersumer Wael und Mohamed Ismail nach einer Schubserei beide die Rote Karte, dann traf Bavenstedts Ole Bentlage noch zum 8:2-Endstand.
Im Anschluss übergaben Bavenstedts Vorsitzender Dirk Kleinherr, Daniel Rothert, Leiter Vermarktung im Medienhaus Gerstenberg und Rainer Fricke, Sportredakteur, bei der Siegerehrung die Pokale. Bavenstedts Max Wasl wurde wie schon im Vorjahr Torschützenkönig, Giesens Marcell Gatzemeyer bester Torwart und Bavenstedts Sandro-Jose Padial nach drei Toren und zwei Vorlagen im Finale bester Spieler. Zudem gab es auch für VfR-Kapitän Paul Emmerling einen Pokal und einen Umschlag mit Preisgeld und für den SVB den Wanderpokal des Kehrwieder-Cups.



