Eröffnung

Vorhang auf für Drispenstedts neuen Stadtteiltreff: Bürger sitzen jetzt am Wasser

Drispenstedt - Am Freitag wird in Drispenstedt das neue Stadtteilzentrum eröffnen – zunächst mit geladenen Gästen.

Frank Satow (links) und Alexander Hornburg bringen im neuen Stadtteiltreff einen Tisch in Position. Foto: Christian Harborth

Drispenstedt - Wenn die Mitglieder des Ortsrats Drispenstedt am Dienstag zur ersten Sitzung im neuen Stadtteiltreff Platz nehmen, haben sie ganz nebenbei einen exzellenten Blick auf das Wasser des Hallenbades des Stadtteils. Von der bisherigen Abtrennwand hat sich der Bauherr, die gbg Wohnungsbaugesellschaft Hildesheim, im Zuge der Sanierung verabschiedet. Nun befinden sich der Multifunktionsraum, die Theke und eine Minibühne direkt am benachbarten Schwimmbad, das der VfS von der gbg gepachtet hat. Am Freitag sollen auch geladene Gäste die Möglichkeit bekommen, den wiedereröffneten Stadtteiltreff zu besichtigen. Für alle anderen sollen sich die Türen zu einem späteren Zeitpunkt öffnen.

Für alle Mieterinnen und Mieter sind sie schon geöffnet. „Der alte Standort musste für Rossmann weichen“, sagt gbg-Sprecher Frank Satow. Der Drogerie-Discounter will nach der Fertigstellung des kompletten Drispenstedter Einkaufszentrum Räume im Objekt beziehen. Die gbg lässt am Ort der früheren Ladenzeile wie berichtet einen Neubau für 42 Millionen Euro errichten. Die Sanierung des Stadtteilzentrums und der Umzug des Mieterbüros in dasselbe Gebäude sind Teil der Pläne. „Zu den Kosten für den neuen Stadtteiltreff können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine seriöse Zahl nennen, da diese im Gesamtprojekt beinhaltet ist“, antwortet Satow auf die Frage nach den Investitionen in das Unterprojekt Stadtteiltreff. „Die tatsächlichen Kosten können wir erst nach Baufertigstellung und erfolgter Abrechnung aus dem Gesamtprojekt herleiten.“

Nutzer können auf Schränke mit Zahlenschloss zurückgreifen

Nach und nach werden in den kommenden Wochen die einzelnen Gruppen mit ihren Angeboten starten. Sie haben im neuen Stadtteiltreff mit Zahlenschlössern gesicherte Schränke. Von der regelmäßigen Mittagsverpflegung verabschiedet sich der Stadtteiltreff ab sofort. Zuletzt hätten nur noch rund 15 Frauen und Männer auf das Angebot zurückgegriffen. „Zu den Hochzeiten waren es mal 40“, sagt gbg-Sozialarbeiter Alexander Hornburg. Ganz eingestellt wird die Mittagsverpflegung aber nicht. Die Kirche auf der anderen Seite der Ehrlicherstraße werde die Verpflegung übernehmen. „Die gbg sponsert das Angebot dann noch“, sagt Satow.

Satow und Hornburg sind am Montag in den Räumen unterwegs und verschaffen sich einen letzten Überblick. In der brandneuen Behinderttoilette geht zwar wie geplant das Licht automatisch an. Aber der ebenfalls automatisch funktionierende Wasserhahn ist noch nicht in Betrieb. In den abschließbaren Schränken davor lagern schon die Tipp-Kicker und der Schachverein ihre Utensilien.

Der Stadtteiltreff heiß jetzt wie die Hausnummer – „18 f“

Viele weitere Institutionen und Gruppen werden dann nach und nach wieder anfangen. Der Kontaktbeamte der Polizei seine Sprechstunde anbieten und Mitarbeitende des Jobcenters zu Beratungen anrücken. Mehr als ein Jahr waren ihre Angebote ausgesetzt gewesen. Nun starten sie wieder. Als Ort müssen sich alle dann aber alle an den Eigennamen „18 f“ für den Ort gewöhnen. Dabei handelt es sich um die Hausnummer. „Wir wollten das Branding mal erneuern“, sagt gbg-Sprecher Satow.

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