Kreis HIldesheim - Auf der Warteliste für Impfungen im Hildesheimer Impfzentrum stehen deutlich weniger Menschen als noch vor einer Woche. Am Montagabend gab die Kreisverwaltung die Zahl derer, die noch der Zuteilung eines Termins harrten, mit 11.588 an. Sie alle zu versorgen, dürfte immer noch mehrere Wochen dauern. Doch ein Fortschritt ist unverkennbar: Am Dienstag hatten noch 16.584 Einwohnerinnen und Einwohner auf der Warteliste der Einrichtung gestanden.
Die Zahl hatte sich zuvor über eine Woche lang kaum verändert – in den vergangen beiden Wochen erhielten die Impfzentren bekanntlich nur sehr wenig Serum für Erstimpfungen. Der Fokus lag auf der zweiten Dosis. Das soll sich nun wieder ändern. Für diese Woche gibt es 3700 Dosen für Erstimpfungen und damit mehr als doppelt so viele wie in den beiden Vorwochen zusammen.
Viele neue Termine in Hildesheim vergeben
Deshalb konnte das Hildesheimer Impfzentrum viele neue Termine vergeben – die betreffenden Personen sind damit zwar noch nicht geimpft, werden aber in absehbarer Zeit ihren Pieks bekommen und stehen deshalb nicht mehr auf der Warteliste.
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Doch es gibt noch einen weiteren Faktor, erklärt die Kreisverwaltung auf Anfrage: „Es gibt vermehrt Stornierungen von Terminen von Personen, die mittlerweile über Haus- oder Betriebsarzt geimpft wurden.“
Alfeld: Wenig Veränderungen
Auf das Alfelder Impfzentrum hat die Entwicklung bisher allerdings weit weniger große Auswirkungen. Der Kreis gab die Warteliste am Freitag mit 6139 Personen an. Das war ein Rückgang von gut 600 Impfwilligen im Lauf der Woche, prozentual aber ein deutlich geringeres Minus als in Hildesheim. Es habe aber keine Verschiebung von Impfterminen von Alfeld nach Hildesheim gegeben, versichert die Kreisverwaltung auf Nachfrage.
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Extrem unterschiedlich ist die Lage nach wie vor in den Arztpraxen der Region. Es gibt welche, die seit Wochen fast schon verzweifelt außerhalb ihres Patientenstammes Impfungen anbieten, vor allem mit Johnson & Johnson und Astrazeneca. Es gibt welche, die bald alle Impfwilligen mit Biontech versorgt haben. Und es gibt welche, die noch 400 eigene Patienten auf der Warteliste haben, pro Woche aber nur 60 Dosen für Erstimpfungen bekommen. Ein System, Impfwillige und Ärzte mit überzähligen Dosen zusammenzuführen, gibt es bislang nicht – das funktioniert nur sporadisch durch Mundpropaganda.
