Erster Bauabschnitt

Warum im Holler Rathaus zeitweise die Wände beben

Holle - Vor dem Rathaus in Holle haben die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Thieplatzes begonnen.

Die Arbeiten am Holler Thieplatz haben begonnen. Foto: Andrea Hempen

Holle - Im Holler Rathaus scheinen dieser Tage manchmal die Wände zu zittern. Und das hat nichts mit dem neuen Chef im Hause, Bürgermeister Falk-Olaf Hoppe, zu tun. Sondern mit Bauarbeiten direkt vor dem Gebäude. Denn dort hat die Umgestaltung des Thieplatzes begonnen. Wenn schweres Gerät eingesetzt wird, etwa um eine alte Treppe abzureißen, kann es im Haus schon mal vibrieren. In zwei Monaten soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein.

Barrierefreier Zugang wird gebaut

Das Holler Rathaus ist gewöhnlich von zwei Eingängen zu betreten, doch derzeit steht nur einer zur Verfügung, der andere ist Teil der Baustelle. Wie Bauamtsmitarbeiterin Meike Fuths berichtet, wird jetzt ein neuer barrierefreier Zugang zur Bertholdstraße gebaut, vor dem Rathaus entsteht ein Podest und der Weg wird so angelegt, dass künftig dort auch Fahrzeuge fahren können, um etwa den Aufbau für Feste oder Märkte zu erleichtern. Wenn der erste Teil fertig sei, komme der Bereich vor dem zweiten Eingang an die Reihe, so Fuths.

Metallzaun wird aufgearbeitet

Der alte Metallzaun, der vor dem Rathaus seinen Platz hatte, ist demontiert. Ist der Zaun aufgearbeitet, wird er wieder an seinen angestammten Platz kommen. In zwei Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – es sei denn, ein Wintereinbruch verzögert den Einsatz am Thieplatz noch. Ob der zweite Bauabschnitt, der eigentlich vorgesehen war, tatsächlich realisiert wird, ist derzeit ungewiss. Die politischen Vertreter konnten dafür noch keinen Konsens finden.

Seit 2018 steht die Umgestaltung des Holler Thieplatzes auf der Agenda. Der Ortsrat bildete eine Projektgruppe und forderte Bürger zum Mitmachen auf, um den Platz attraktiv zu gestalten. Der abschüssige Platz, so das Ziel, soll zu einer attraktiven Dorfmitte werden, auf dem die Holler verweilen, aber auch feiern können.

Ideen der Projektgruppe

Die Projektgruppe ließ ihrer Fantasie zunächst freien Lauf, um dann zu sehen, was tatsächlich realisierbar war. Die damalige Ortsbürgermeisterin und Mitglied der Planungsgruppe, Inka Uthe, erklärte in einer Bauausschusssitzung im vergangenen Mai, dass die Planungsgruppe sich von teuren und aufwendigen Details verabschiedet habe. So sei es möglich, dass der Platz für 250 000 Euro im ersten Bauabschnitt umgestaltet werden kann. Die Arbeiten werden über die Dorferneuerung gefördert.

Ursprünglich waren 500 000 Euro für den ersten Abschnitt veranschlagt. Die Halbierung der Kosten machte einige Bauausschussmitglieder misstrauisch. Ein Beschluss für den zweiten Bauabschnitt liegt daher nicht vor.

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