Corona-Verordnung

Wegen Omikron: Schärfere Corona-Regeln könnten schneller in Niedersachsen kommen

Kreis Hildesheim/Hannover - Am Sonnabend tritt die neue Corona-Verordnung des Landes in Kraft. Sie gilt bis zum 2. Februar – mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen deutet die niedersächsische Landesregierung aber an, dass es bereits früher neue Regeln geben könnte.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist am Freitag auf einem neuen Höchststand. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim/Hannover - Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Am Freitag meldete das Robert-Koch-Institut eine landesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 380,8 und damit einen neuen Höchststand für Niedersachsen, wie das Sozialministerium in Hannover mitteilte. Unter den Neuinfizierten befinden sich auch 2200 Schülerinnen und Schüler (von insgesamt 1,2 Millionen) sowie 250 Lehrkräfte.

Ausnahmen für weltliche Trauerfeiern

An diesem Sonnabend tritt eine neue Corona-Verordnung in Kraft, die die Kontaktbeschränkungen aus der sogenannten Weihnachtsruhe fortschreibt. „Aus der Weihnachtsruhe ist eine Winterruhe geworden“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag. Die neue Verordnung werde zunächst bis zum 2. Februar verlängert. Allerdings: „Ich glaube nicht, dass die bisherigen Regeln so lange bleiben werden, weil die Zahlen weiter ansteigen“, sagte Pörksen und wies auf den 24. Januar hin, an dem sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder zum nächsten Corona-Krisengipfel treffen.



Eine Änderung der Corona-Regeln wird es bei Beerdigungen geben. Künftig sollen auch weltliche Trauerfeiern unter die Privilegierung kirchlicher Feiern fallen. Dürfen sich generell nur zehn Personen bei Veranstaltungen drinnen oder draußen treffen, wenn sie vollständig geimpft oder genesen sind, können es bei Beerdigungen unter Wahrung der Abstandsregeln und mit Masken künftig mehr Menschen sein. „Diese Ausnahmeregeln gelten nur für die Trauerfeier und den Gang zum Grab, aber nicht für Versammlungen danach“, erläuterte Pörksen.

Tägliche Testung in Schulen bleibt

Auch die tägliche Testung von Schülerinnen und Schülern soll erst einmal bis zum 31. Januar festgeschrieben werden. Das Sozialministerium wies darauf hin, dass man sich bei der Quarantäne nach sieben Tagen „freitesten“ könne. Für den Gang zum Testzentrum dürfe man die Selbstisolierung aufgeben.

Von Michael B. Berger

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