Diekholzen - Jetzt hat auch Matthias Bludau die Katze aus dem Sack gelassen. Der Bürgermeister der Gemeinde Diekholzen möchte sich bei der Kommunalwahl am 13. September um eine zweite Amtszeit bewerben. Das erklärte der Sozialdemokrat am Freitag. Zuvor hatten sich der Vorstand der SPD in der Gemeinde sowie die SPD-Ratsfraktion jeweils einstimmig für eine erneute Kandidatur des Amtsinhabers ausgesprochen. Die Nominierung ist in einer Mitgliederversammlung am 6. März geplant.
SPD wirbt vehement
Bludau gehört zu den letzten amtierenden Bürgermeistern im Landkreis, die sich zur Frage einer erneuten Kandidatur äußern. Er sei der Ansicht, dass man als Bürgermeister von dem Moment an, in dem man seine erneute Kandidatur erkläre, „unwillkürlich in eine Art Wahlkampfmodus umschaltet“, sagte Bludau am Freitag auf Nachfrage. Deshalb habe er sich eher spät öffentlich bekennen und davor in Ruhe anstehende Aufgaben erledigen wollen.
Die SPD wirbt mit einer positiven Bilanz von dessen erster Amtszeit für Bludau. „In vertrauensvoller und überparteilicher Zusammenarbeit mit allen Ratsfraktionen ist es ihm gelungen, die Gemeinde in vielen wichtigen Bereichen neu aufzustellen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Martin Küster.
CDU: „Nicht auf Biegen und Brechen“
Er verweist auf das Baugebiet Mühlenberg in Söhre, die Digitalisierung von Angeboten der Gemeinde, das Einwerben von Fördermitteln und die erfolgreiche Bewerbung für das Dorfentwicklungsprogramm. Mit dem Neubau des Feuerwehrhauses und dem Kauf eines neuen Löschfahrzeuges für Söhre sowie dem Neubau des Baubetriebshofes seien „nach jahrelangem Stillstand endlich auch wieder zukunftsweisende Investitionen getätigt“ worden.
Unklar ist, ob Matthias Bludau im September allein auf dem Wahlzettel steht, oder ob er noch Konkurrenz bekommt. Die Diekholzener CDU hat bislang keinen Kandidaten, erklärte der Vorsitzende Martin Völkel am Freitag auf Anfrage. Die Partei wolle auch nicht „auf Biegen und Brechen“ jemanden aufstellen, sei aber dafür offen, wenn sich jemand bewirbt, „den wir für qualifiziert halten und der auch ernsthafte Chancen hätte“.
Bewerbungen offen
Tatsächlich gibt es einen Bürger aus Barienrode, der eine Kandidatur prüft. Dieser müsse aber „zunächst für sich entscheiden, ob er überhaupt kandidieren will, und wenn ja, ob parteilos oder für eine Partei“, berichtet Völkel. Der CDU-Vorstand werde unabhängig davon Anfang März über eine Positionierung zur Bürgermeisterwahl sprechen.
Ob die Grünen einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin aufstellen, steht nach Angaben von Kreisvorstandsmitglied Oliver Kersten-Wilk noch nicht fest. „Es gibt aber einige Interessenten, und wir führen Gespräche“, sagte er auf Anfrage. Ob Unabhängige oder andere Parteien Kandidaturen planen, blieb am Freitag offen.
