Bis spät in die Nacht

Welterbe-Wochenende in Hildesheim: Das müssen Besucher für den Samstag wissen

Hildesheim - An diesem Wochenende blickt Deutschland nach Hildesheim. Denn das zentrale deutsche Event zum Welterbetag wird hier gefeiert. Vor dem offiziellen Festakt geht es am Samstag schon in die Vollen. Alle Infos zu Programm, Preisen und Parken.

Das Duo Dubiosi wird auch am Samstag wieder seinen Schabernack auf dem Domhof treiben. Foto: Clemens Heidrich

Hildesheim - Die Aussichten für den Welterbe-Samstag sind gut. Tagsüber und bis in den Abend hinein liegt die Regenwahrscheinlichkeit bei maximal 10 Prozent. Erst in der Nacht soll es nass werden. Aber in der Kernzeit des Programmes zwischen 12 und 24 Uhr ist lediglich leichte Bewölkung und bedeckter Himmel angesagt. Die Temperaturen liegen laut Vorhersage aber zwischen 23 und 25 Grad. Optimale Gegebenheiten, um zu Schlendern, ohne Gefahr zu laufen, einen Sonnenstich zu bekommen.

Alle Angebote auf dem Domhof und vor der Michaeliskirche sind kostenfrei. Auf dem Domhof gibt es an allen drei Tagen unter anderem Crêpes, Falafel, vegetarische One-Pot-Gerichte sowie Burger (auch vegetarisch) und Pommes aus Foodtrucks. Ein Eis-Stand ist ebenfalls zu finden. Am Michaelisplatz steht ein Bratwurst-Fahrrad. Die Preise sollen dabei moderat bleiben. Auf dem Domhof bekommt man Espresso und Americano für jeweils drei Euro, Latte und Cappuccino für 3,50 Euro. Softgetränke, Schorlen, Bier und Prosecco kosten 3,50 Euro, Wein 5,50 Euro. Spritzgetränke wie Aperol sind ab 7,50 Euro zu bekommen.

Angebote für Familien

Für den Domhof gilt: Hier spielt die Musik. Denn den ganzen Tag über laden Angebote mit musikalischer Ausrichtung alle Altersgruppen zum Zuhören und Mitmachen ein. Von 12 bis 14 Uhr steht das Musikmobil der Musikschule Hildesheim dort, damit Kinder ausprobieren können, welche Instrument ihnen Spaß macht. Aber auch erwachsene Interessierte können in Erfahrung bringen, ob sie sich die Flötentöne beibringen lassen wollen.

Überhaupt gibt es viele Angebote zum Mitmachen. EvetSiJavor–die Werkstatt für Demokratie der Interessengemeinschaft Kultur stellt sich vor, Zunka erzählt ab 12.30 Uhr Mitmachgeschichten, in der Dombibliothek kann man ab 14 Uhr eigene Siegel herstellen. Ein Welterbe-Speeddating beantwortet die Frage, warum man nicht nur dem Hildesheimer Welterbe sein Herz schenken sollte. Welterbe-Spiel, Sprechstunden und Akrobatik sind ebenso wieder vertreten.

Die Konzerte auf der Bühne

Wer lieber lauscht, kann um 16 Uhr zu MEK Sound Experience und sich von Mario Ehrenberg-Kempf demonstrieren lassen, welche Töne einem Bass zu entlocken sind. Der Kantor eröffnet damit auch das Bühnenprogramm vor dem Dom. Ab 17.30 Uhr spielt das Singer-Songwriter-Duo Maria & Jan seine Songs auf Akustikgitarre und Bass, stilistisch zwischen Indie und Pop.

Ab 19 Uhr bringen Dilua ihre Mischung aus Funk und Soul kombiniert mit brasilianischen Klängen und ab 20.30 Uhr präsentieren Passepartout aus Hannover – die gerade erst beim Campus-Fest der Universität Hildesheim zu sehen waren – ihren deutsch-französischen Hip-Hop mit Bläsersound und Beatbox. Ab 22 Uhr können Tanzwütige dann zu chilligen House-Beats von KataHaifisch in die Nacht tanzen.

Tipps für den Urlaub auf dem Welterbe-Markt

Wer auf der Suche nach Anregungen für den nächsten Kurzurlaub in Deutschland ist, kann schon ab 12 Uhr über den Welterbemarkt am Michaelisplatz schlendern. Dort präsentieren sich folgende Welterbestätten: Rathaus und Roland in Bremen, das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau, das Gartenreich Dessau-Wörlitz–Wartburg, das jüdisch-mittelalterliche Erbe in Erfurt, die Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí, das Fagus Werk Alfeld mit dem Leinebergland, die Luthergedenkstätten in Wittenberg und Eisleben, der Naumburger Dom, das obere Mittelrheintal, die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin, das Bergwerk Rammelsberg, die Altstadt von Goslar und die Oberharzer Wasserwirtschaft, die Altstadt von Regensburg, außerdem Speyer, Worms und Mainz, auch die römischen Denkmale, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier, die Völklinger Hütte, das klassische Weimar sowie die Residenz Würzburg mit Hofgarten und Residenzplatz. Und es stellen sich die UNESCO-Welterbestätten Deutschland und die Deutsche UNESCO-Kommission vor.

Toiletten, Infos und Parkplätze

Der Welterbe-Markt ist am Samstag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Dom ist außerhalb der Gottesdienste von 10 bis 16 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Das Dommuseum hat von 11 bis 18.30 Uhr geöffnet. Im dortigen Dom-Foyer stehen außerdem ab 10 Uhr durchgehend Ansprechpersonen und Info-Stände zur Verfügung. Auch Toiletten sind hier zu finden.

Nachdem am Freitagabend zum Start des Welterbe-Wochenendes bereits einiges los war, wiederholen die Veranstalter einen gutgemeinten Rat: „Rechtzeitig da sein.“ Außerdem sollten Besucherinnen und Besucher möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder auf dem Rad anreisen. Zwischen Dom und Michaelis-Kirche sind Parkmöglichkeiten rar. Wer trotzdem mit dem Auto kommen muss, sollte die Parkhäuser von Andreas-Passage und Arneken-Galerie ansteuern. Weiter entfernte Optionen sind die Tiefgaragen am Ratsbauhof und Marktplatz.

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