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Taylor Swift in Deutschland: Hildesheimerin sieht ihr Idol erstmals live – nach 15 Jahren als Swiftie

Hildesheim - Die Popsängerin Taylor Swift ist ein Weltstar und für ihre Fans, die sogenannten Swifties, eine Ikone. Nun tritt Swift in Deutschland vor Hunderttausenden von Menschen auf – mit dabei ist die Hildesheimerin Sandra Hartmann. Vor dem großen Swift-Konzert in Hamburg erzählt sie, wie sie zum Swiftie wurde.

Mit Fanshirt und einer Werkbank, an der sie Armbänder zum Tauschen bastelt: die Hildesheimerin Sandra Hartmann ist Taylor-Swift-Fan – ein sogenannter Swiftie. Foto: Julia Moras

Hildesheim - Dass Sandra Hartmann eingefleischter Taylor-Swift-Fan ist, sieht man nur mit geübtem Auge – aber ein kleines Tattoo verrät es. Auf ihrem rechten Unterarm prangt die Zahl 13, die „Glückszahl“ ihrer Lieblingskünstlerin: Taylor Swift. Der US-amerikanische Weltstar tourt gerade durch Deutschland. Und Hartmann schwor: Wenn sie wenigstens für eines von Swifts Konzerten ein Ticket kriegt, ob nun in Gelsenkirchen, Hamburg oder München, dann kommt die Zahl auf ihren Arm. Es wurde Hamburg – „und hier ist meine 13“, sagt Hartmann und lacht.

Die 32-jährige Marketingmanagerin lacht oft, über Taylor Swift zu sprechen macht ihr sichtlich Spaß. Dass sie sie nun am Dienstag live sehen kann, sei eine Art Lebenstraum, der endlich in Erfüllung geht. Bereits seit guten 15 Jahren ist die Hildesheimerin Fan der Sängerin: „Fast die Hälfte meines Lebens.“ Ihr Einstieg war Swifts zweites Album Fearless, seitdem folgt Hartmann der Künstlerin von Album zu Album, von Jahr zu Jahr. Sie ist ein sogenannter Swiftie, ein treuer Fan des Weltstars – und damit eine von Abermillionen Menschen auf der ganzen Welt.

Taylor Swifts Musik eigne sich für jede Lebenslage

Denn Taylor Swift hat bereits jetzt, gerade einmal mit Mitte 30, Musikgeschichte geschrieben – ist allein mit ihrer Kunst Milliardärin geworden, kann die umsatzstärkste Tour der Welt für sich verbuchen, ist die erste Popsängerin, die vom Time-Magazine zur Person des Jahres gekürt wurde. Ein Erfolg, der ausstrahlt. Und den sich Hartmann so erklärt, weil Swifts Lieder „alle Facetten des Lebens“ abbildeten – auf eine Weise, in der sich „jeder wiederfinden kann“, sagt sie. Ob schlechte Beziehungen, Liebeskummer, zerbrochene Freundschaften oder Menschen, die einem stets sagten, man sei nicht gut genug, sei zu dick oder zu dünn oder zu unbegabt: Für alles habe Swift ein Lied, für jeden Konflikt, jedes Gefühl, jedes Problem. „Sie hat all das in ihre Songtexte gelegt“, sagt Hartmann, „immer offen und ehrlich.“ Nicht aber auf eine Weise, die beim Zuhören nur noch trauriger stimme. Swift wandele die schlechten Gefühle stattdessen in „etwas Gutes“ um, sagt Hartmann – und das mache Mut.

Die 34-jährige Künstlerin baue zudem eine „unvergleichbare“ Nähe zu ihren Fans auf, indem sie sie etwa dazu animiert, nach Hinweisen zu ihrem nächsten Album zu suchen. „Sie versteckt für die Swifties immer so kleine Easter Eggs“ – dezente Anspielungen, etwa mit einem Klavier auf der Konzertbühne im vergangenen Jahr. Das fing vorgeblich von selbst an zu spielen, ganz so, als sei es besessen (Englisch: „haunted“). Kurz darauf gab Swift bekannt, ihr Album Speak Now neu zu veröffentlichen. Mit auf der Platte: Der Song Haunted. „Genial“, findet Hartmann – und hofft, dass Swift während ihrer aktuellen Tour wieder einen Hinweis auf ihr nächstes Album versteckt. „Mein Wunsch wäre, dass sie das in Deutschland macht.“

50 Armbänder in Eigenproduktion

Beim Konzert spielt Hartmann auch bei einem anderen Spiel mit. Denn Swift rief ihre Swifties einmal dazu auf, bei gemeinsamen Treffen selbstgebastelte Armbänder zu tauschen. Hartmann folgte dem Ruf erstmals vergangenes Jahr und wechselte ihre ersten Bänder „mit komplett Wildfremden“, als Swifts Kinofilm zur aktuellen Tour im Thega lief. Für den großen Auftritt in Hamburg will die Hildesheimerin jetzt noch besser gerüstet sein – mit mindestens 50 Bändern im Gepäck.

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