Hildesheim - Eigentlich sollte auf der Baustelle in der Dammstraße am Montag die nächste Phase beginnen: Nils Rühmann, der Chef des Fachbereichs Tiefbau im Rathaus, hatte jüngst den Start der Arbeiten am Traggerüst für die Betonplatte angekündigt, mit der die Stadt die historische Brücke unter der Fahrbahn versiegeln will. Doch wer am Montag in der Dammstraße vorbeischaute, der sah – nichts.
Denn die Firma, die die Arbeiten erledigen soll, hat diese wegen des strengen Frostes verschoben, wie die Stadtentwässerung (SEHI) auf Anfrage der HAZ mitteilte. Das Tochterunternehmen der Stadt ist formal Bauherr in der Dammstraße. Dort soll es nun weitergehen, wenn das Wetter es zulässt – was Anfang nächster Woche der Fall sein dürfte. Die weiteren Arbeiten finden dann ohne Begleitung durch Archäologen statt: Deren Einsatz vor Ort ist – jedenfalls, wenn es keine weiteren Funde gibt – bereits seit der vergangenen Woche abgeschlossen.
Wann ist die Straße wieder frei? Ende dieser Woche soll der neue Bauzeitenplan vorliegen
Wann wieder der Verkehr über die Dammstraße fließen soll, steht noch nicht fest: Rühmann hatte jüngst im Stadtentwicklungsausschuss erklärt, man hoffe nach wie vor, die Fahrbahn in der Woche vor Ostern freigeben zu können. Genaueres lasse sich aber erst sagen, wenn der neue Bauzeitenplan vorliege. Dieser ist wegen der Entdeckung etlicher Mauerreste im Dezember nötig geworden; er wird derzeit von dem Unternehmen erstellt, das die nun anstehenden Arbeiten ausführt. Der Plan solle Ende dieser Woche vorliegen, bestätigte die SEHI. Diese hatte in der Dammstraße einen neuen Kanal verlegt; dabei war im Mai 2022 eine 850 Jahre Brücke entdeckt worden – das einzige erhaltene Exemplar ihrer Art in Norddeutschland. Seither ist die Dammstraße gesperrt.
