Hildesheim - Das Wildgatter ist gerade im Frühjahr, wenn die Tiere Junge bekommen, ein gefragter Ort bei den Hildesheimerinnen und Hildesheimern. Doch das Gelände bleibt für Besucher vorerst gesperrt. Der Grund: Was die Öffnungen von Zoos und Tierparks betrifft, ist der Stufenplan noch einmal aktualisiert worden. Weiterhin gilt eine Beschränkung auf 50 Prozent der Besucherkapazität. In einer ersten Version waren keine Beschränkungen mehr vorgesehen. Da es nun doch welche gibt, könnte es für das Wildgatter schwer werden – wer sollte den Zugang kontrollieren?
Genau da liegt das Problem. Hans-Uwe Bringmann, Erster Vorsitzender des Fördervereins Wildgatter, beschreibt die Besonderheit, die das Wildgatter von anderen Tierparks unterscheidet, so: „Wir haben keinen zentralen Eingang auf das Gelände. Demzufolge können wir weder Besucherzahlen noch Daten nachverfolgen. Die Leute kommen von allen Seiten ins Wildgatter.“
Erst mit einer Inzidenz unter 35 wäre die Öffnung möglich
Eine Auslastung von 50 Prozent ist also im Wildgatter überhaupt nicht nachzuweisen. „Deswegen werden wir mit der Öffnung wohl warten müssen, bis auch diese Beschränkung in der Landesverordnung wegfällt“, sagt Bringmann. „Leider wissen wir nicht, wann das sein wird.“ Denn erst unterhalb einer dauerhaften Inzidenz von 35 würde die Kapazitätssperre wegfallen.
Das Wildgatter ist für Besucher derzeit nur entlang des Hauptweges, der auch am Parkplatz und an der Kupferschmiede vorbeiführt, zu begehen. Von hier aus haben sie zumindest einen Blick auf das Damwild. Die Gehege der meisten Tiere allerdings – es leben über 300 im Wildgatter – sind derzeit nicht zugänglich, sondern abgesperrt.
