Straßenkunst-Festival

Willkommen zum Pflasterzauber: So bunt und vielfältig ist das Festival der Straßenkunst am Freitag in Hildesheim gestartet

Hildesheim - Hier gibt es richtig viel zu sehen. Und zu hören. Und zu probieren. Schon die ersten Acts locken am Freitag ein großes Publikum in die Hildesheimer City. Mit einer Hutjongleurin, Tänzern und auf der Fahrt durch eine Waschanlage kann das jede Menge erleben.

Gaia Ma am Tessnerhaus, die dort kunstvoll mit Hüten jongliert und sich, wenn sie Assistenz benötigt, Kinder aus dem Publikum heranpfeift. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Weder Künstler noch Publikum lassen sich lange bitten: Pünktlich um 15 Uhr fällt am Freitag der Startschuss zum diesjährigen Pflasterzauber, und von Anfang geht es an den Spielorten bunt und ausgelassen zu.

Das Warmwerden überspringt Emiliano Alessi vor der Jakobikirche ebenso wie Gaia Ma am Tessnerhaus, die dort kunstvoll mit Hüten jongliert und sich, wenn sie Assistenz benötigt, Kinder aus dem Publikum, ja: heranpfeift. Denn so kommuniziert die italienische Straßenkünstlerin mit dem Publikum. Ganz praktisch eigentlich, denn jedes Wort würde auch im Sound der Musik und im Applaus untergehen. Die Stimmung um Gaia Ma lässt unschwer erkennen, dass sich das Hildesheimer Publikum auf diesen Pflasterzauber wirklich gefreut hat.

Einmal durch die Seifenblasen-Waschanlage, bitte

Und wenn es sich auf den Weg zum nächsten Act macht, dann braucht es eigentlich nur dem Klang der Musik zu folgen, die immer schon von Weitem verrät, wo es das nächste Kunststück, den nächsten Auftritt zu sehen gibt. Auf der Lilie zum Beispiel kann man bei Arctic Carwash bereits eine Runde durch die fertig aufgebaute Waschanlage drehen, obwohl die laut Spielplan noch gar nicht geöffnet hätte. Aber wo sie einmal da ist, lassen sich auch die Leute sofort auf das Angebot ein und fahren auf Mini-Autos über Mini-Schienen durch einen lustigen Seifenblasen-Regen und rotierende Schwämme, um am Ende höchst amüsiert und vor allem sauber wieder herauszukommen.



Wer zu Emiliano Alessi geht, muss damit rechnen, vom Zuschauer zum Darsteller zu werden: Während er elegant im blauen Anzug über den Asphalt tanzt, angelt er sich mithilfe einer Rolle Klebeband immer wieder Mittänzer aus den umstehenden Leuten. Die machen offenbar auch gern mit – etwas anderes bliebe ihnen aber auch gar nicht übrig.

Das Essen liefern traditionelle und ganz neue Stände

An den knapp über 20 Foodtrucks, die die Fußgängerzone säumen, gibt es alles, was man sich nach einem solchen Auftritt nur wünschen kann: Würstchen und Süßes, Eis, Waffeln, Vegetarisches. „Dass wir in diesem Jahr dabei sind, ist neu“, sagt Maximilian Trantow, der in Hildesheim regelmäßig Foodtruck-Festivals organisiert. „Wir haben aber neben unseren Wagen auch viele Standbetreiber hier, die schon immer beim Pflasterzauber dabei waren.“ Eine bunte Mischung erwartet die Gäste also auch hier – wie auf dem ganzen Festival.

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