Zukunft unklar

Stadt Hildesheim verhandelt mit Eigentümer über Wiedereröffnung des Galeria-Kaufhof-Parkhauses – aber nur für bestimmte Nutzer

Hildesheim - Im Erdgeschoss sitzt Tedi – aber ansonsten ist auch eineinhalb Jahre nach der Schließung von Galeria Kaufhof in Hildesheim nicht klar, wie es mit der Immobilie weitergeht. Nun gibt es Pläne, das Parkhaus zu nutzen – aber nur durch bestimmte Gruppen.

Das Parkhaus der früheren Galeria Kaufhof in Hildesheim ist seit der Aufgabe des Kaufhauses im Januar 2024 geschlossen. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Die Stadt verhandelt mit dem Eigentümer des früheren Gebäudes von Galeria Kaufhof darüber, einen Teil des Parkhauses von ihren Mitarbeitern nutzen zu lassen. Das hat Baudezernentin Andrea Döring am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung erklärt.

Die Stadtbaurätin reagierte damit auf eine Frage aus dem Gremium, ob sich in Sachen Wiederöffnung des Parkhauses etwas tue. Der Hintergrund: Döring hatte im März 2024 gesagt, sie halte es für möglich, dass die 400 Kaufhaus-Stellplätze binnen eines Jahres wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Diese Hoffnung hat sich jedoch nicht erfüllt. Und es sieht auch ganz so aus, als würde von einer Wiederbelebung des Parkhauses nicht die Allgemeinheit profitieren.

Baudezernentin Andrea Döring berichtet auch von einem anderen „großen“ Interessenten

So sagte die Baudezernentin am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss, die Verwaltung sei „in guten Gesprächen“ mit dem Eigentümer der Immobilie (einem Fonds) über eine Nutzung des Parkhauses für Bedienstete des Rathauses. Sie wisse auch von einem „anderen großen Nutzer“, der darüber verhandele. Einen Namen wollte Döring auch auf Nachfrage dieser Zeitung nicht nennen. Es seien noch keine Verträge abgeschlossen, betonte die Dezernentin. Sie zeigte sich aber zuversichtlich, dass es dazu kommt.

Doch warum ist die Aussicht, auch Bürger könnten ihre Autos wieder im einstigen Galeria-Kaufhaus abstellen, nun vom Tisch? In diesem Fall wären Weiter- und Untermietungsverträge nötig, erläuterte Döring am Donnerstag gegenüber der Redaktion. In den Gesprächen mit dem Eigentümer sei aber deutlich geworden, dass solche von diesem nicht gewollt seien. Außerdem müsste das Parkhaus für eine öffentliche Nutzung saniert und barrierefrei hergerichtet sowie das Bezahl- und Schrankensystem angepasst werden. „Für eine interne Lösung mit geschlossenen Nutzern sind die Bedingungen einfacher“, betonte die Dezernentin. Es sei im Übrigen von vornherein vorgesehen gewesen, einen Teil der Plätze für städtische Mitarbeiter zu nutzen. Das Rathaus habe für diese zwar Kontingente in anderen Parkhäusern gemietet, dort gebe es aber Wartelisten.

Zur Nachnutzung des einstigen Kaufhaus-Gebäudes in Hildesheim gibt es keine Neuigkeiten

Keine guten Neuigkeiten gebe es zu einer Nachnutzung des einstigen Kaufhaus-Gebäudes, sagte Döring. Es sei zwar ein Treffen mit dem Eigentümer geplant; ob das stattfinde, müsse sich aber erst noch zeigen. Galeria Kaufhof hatte im Januar 2024 geschlossen, seit November nutzt Tedi das Erdgeschoss; der Vertrag ist auf zwei Jahre befristet.

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