Gewalterfahrungen aufarbeiten

Wissenschaftler aus Hildesheim suchen Betroffene von Gewalt in der niedersächsischen Kinder- und Jugendhilfe

Hildesheim - Immer wieder erleben Kinder und Jugendliche Gewalt – auch dort, wo sie eigentlich gerade davor entkommen sollten: in der Kinder- und Jugendhilfe. Wissenschaftler der Universität Hildesheim wollen solche Vorfälle aufarbeiten. Zu ihrer Motivation und wo Betroffene sich melden können.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hildesheim wollen Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen in der niedersächsischen Kinder- und Jugendhilfe aufarbeiten. Foto: dpa/Britta Pedersen (Symbolbild)

Hildesheim - Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Hildesheim suchen Personen, die im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe in Niedersachsen (sexualisierte) Gewalt erfahren haben, beispielsweise in Pflegefamilien, Wohngruppen oder bei Freizeitangeboten der Jugendarbeit. „Betroffene haben ein Recht auf Aufarbeitung“, heißt es in einer Mitteilung des Forschungsteams.

Erfahrungen können anonym und ganz einfach über ein Online-Portal geteilt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Wissenschaftler für weitere Informationen per Mail zu erreichen, unter jhaufarbeitung@uni-hildesheim.de. Auch hier versichert das Team die Anonymisierung der geteilten Erfahrungen. Ziel ist die Aufarbeitung von (sexualisierter) Gewalt in der niedersächsischen Kinder- und Jugendhilfe zwischen den 1970er- und 2010er-Jahren.

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