Sibbesse

Wohnzimmerkonzert: „Voices In Passion“ laden ein

Sibbesse - Unter dem Motto „Wir sind zurück“ entführt das Sibbesser Ensemble mit Leidenschaft und Fröhlichkeit aus dem Alltag.

Zum Proben ist vorher wenig Zeit geblieben: Der Auftritt von „Voices In Passion“ begeistert die Besucher in Sibbesse trotzdem sehr. Foto: Petra Meyfarth

Sibbesse - Wohnzimmerkonzerte sind durch Corona immer mehr zu einem Trend geworden. Dabei kommen Musikerinnen und Musiker für die Konzerte direkt in die heimische Stube. Die „Voices In Passion“ (VIP) haben dieses Konzept umgedreht und das Publikum in ihr Wohnzimmer eingeladen. Unter dem Motto „Wir sind zurück“ öffneten sie ihren Probenraum in Sibbesse für das erste von zwei Minikonzerten.

Zwei lohnende Stunden Live-Musik

Rund 30 Besucher fanden mit gebührendem Abstand Platz und erlebten zwei lohnenswerte Stunden Live-Musik. Mit Gospels, alten und modernen Popsongs – ob deutsch- oder englischsprachig – zeigten die VIPs ihre verschiedenen Facetten und entführten das Publikum mit Leidenschaft und Fröhlichkeit aus dem Alltag.

„Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns, sind so glücklich, dass wir endlich wieder ein Konzert singen dürfen“ sagt Vorsitzende Christiane Walprecht. 18 Monate liegt der letzte Auftritt zurück – das Jubiläumskonzert im Februar 2020. Auch zum Proben ist der Chor kaum gekommen. Als endlich wieder geübt werden durfte, war es in ihrem alten Probenraum, dem Sibbesser Gemeinderaum, schlicht zu eng, um sich coronakonform zu platzieren und in der Kirche irgendwann zu kalt.

Zugaben-Rufe

Ein neues Zuhause fanden die Sängerinnen und Sänger schließlich auf Winters Hof in Sibbesse. „Jetzt möchten wir Ihnen Freude zurückbringen“, versprach die erste Vorsitzende und bat: „Seien Sie gnädig mit uns, wir haben kaum geprobt, und es fehlen heute drei Sänger.“ Die Gäste störte das wenig, der Applaus war herzlich und am Ende sogar fast frenetisch mit lauten Zugabe-Rufen.

Auf eine war der Chor vorbereitet, das wunderschöne Hallelujah von Leonard Cohen, das die Besucher zu weiteren Zugabenforderungen animierte. Die zweite Zugabe, ein Publikumswunsch, wurde dann fast improvisiert. „Das haben wir schon ewig nicht mehr gesungen, und ich habe auch gar keine Noten dabei“, warnte Chorleiterin Juliane Pompe, die die Stücke auch am Klavier begleitete. Eine Sing-Pause gönnte sie ihrem Chor bei ihrem bewegend interpretierten Solo „Ich lass für dich das Licht an“. Schließlich gelang den VIPs mit „Baba yetu“ und „Ein Hoch auf uns“ ein krönender Abschluss, um anschließend noch mit den Gästen zu plaudern – wie zu Hause eben. Das Konzept kam gut an und macht Lust auf mehr. Das zweite Konzert am 9. Oktober ist bereits ausverkauft.

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