Alfeld - Wer in und um Alfeld gerne wandert oder mit dem Mountainbike tourt, der kennt den Herrendienstweg. So heißt die Strecke, die vom Alfelder Ortsteil Eimsen zur Adamis-Hütte führt – das ist im Bereich zwischen Heim- und Himmelberg. Der Weg ist seit Langem marode, jetzt soll er saniert werden. Wer dafür zuständig ist, wann es losgeht und was das für Wanderer, Mountainbiker sowie andere Nutzer bedeutet.
Bekanntlich wird die Adamis-Hütte samt Grillplatz häufig von Privatpersonen, Vereinen und Verbänden für Veranstaltungen gemietet. Wer dort beispielsweise eine Grillparty plant, der kommt nicht umhin, den Herrendienstweg als Transportstrecke zu nutzen. Aber auch Wanderer, Mountainbiker, Mitarbeiter von Baubetriebshof, Stadtforst, Jägerschaft, Gewerbetreibende der Holzindustrie und Brennholzwerber – das sind diejenigen, die ihr Brennholz eigenständig im Wald aufarbeiten –sind auf der Strecke unterwegs.
Sanierung vor acht Jahren
Die Stadt Alfeld übernimmt nicht nur die Vermietung der Adamis Hütte, sondern ist auch Eigentümerin des Weges und somit für die Sanierung verantwortlich. „Das regelmäßige Befahren des Weges durch Fahrzeuge und das Auswaschen durch Starkregen haben Unebenheiten entstehen lassen“, nennt Marcel Runge, Amtsleiter der Alfelder Stadtforst, den Grund für die geplante Maßnahme. Die letzte kleinere Sanierung liegt acht Jahre zurück.
Der jetzige Ausbau ist laut Runge bereits seit längerer Zeit geplant. Im März oder April soll es nun losgehen. Es handelt sich um eine Grundinstandsetzung. Dafür wird zuerst eine ebene Oberfläche hergestellt, zudem wird die Wasserführung ausgebaut. Ist das fertig, bekommt der 1100 Meter lange Weg eine Trag- sowie eine Deckschicht. Die meisten Arbeiten werden im Abschnitt kurz vor der Adamis-Hütte erfolgen. Soweit ist alles durchgeplant, dennoch gibt Runge zu: „Das Hauptproblem ist die starke Steigung im letzten Stück des Weges.“
Wetter beeinflusst die Bauzeit
Wie lange wird die Sanierung dauern? Die Bauzeit könne im Vorfeld nicht genau prognostiziert werden, aber vier Wochen müssten schon eingeplant werden. „Falls das Wetter zu trocken oder auch zu nass ist, kann das die Bauzeit verlängern“, kündigt der Chef der Stadtforst an. Mit einer Bauzeit von vier Wochen müsste aber gerechnet werden.
Für mögliche Mieter der Adamis-Hütte ist die Info wichtig, dass die Hütte während der Sanierung über den Herrendienstweg mit dem Auto nicht zu erreichen ist. Und auch im Anschluss darf die neue Decke für drei bis sechs Monate nicht befahren werden. „Fußgänger können den Weg nach Abschluss der Arbeiten jedoch wieder nutzen“, räumt Runge ein.
Und was passiert, wenn es während der „Sperrzeit“ zu einem Unfall, oder Notfall im Bereich Himmelberg kommt, der den Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst erforderlich machen würde? Die Rettungskräfte wüssten dann, wo sie langfahren müssten, so Runge. Sehr wohl ist das Areal zu Fuß auch aus anderen Richtungen zu erreichen.
Stadt zahlt nicht alle Kosten
Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich voraussichtlich auf 72.000 Euro. „Die Stadt trägt einen Eigenanteil von 30 Prozent, die restlichen 70 Prozent werden gefördert“, so Runge. Die Förderung kommt aus dem Topf forstwirtschaftliche Maßnahmen im Land Niedersachsen. Die Zusage sei Anfang des Jahres bei der Stadtverwaltung eingetroffen.


