Viele Gerüchte

Zwei Mal lauter Knall in Hildesheim: Was steckt dahinter?

Hildesheim - Zwei laute Knall-Geräusche am Freitagmittag sorgen in Hildesheim für Aufregung. Polizei und Feuerwehr widersprechen einigen Gerüchten aus den Sozialen Medien ausdrücklich – und hegen beide die gleiche Vermutung zur Ursache.

Unter anderem waren in Hildesheim in der Innenstadt am Mittag laute Knall-Geräusche zu hören. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Zwei laute Knall-Geräusche am Freitagmittag sorgen in Hildesheim für Aufregung. Im Internet kursieren dazu inzwischen verschiedene Theorien – und viele von ihnen sind falsch.

Fakt ist: Weder die Polizei noch die Feuerwehr hatten wegen des lauten Knalls Einsätze, das bestätigen die Einsatzkräfte auf Nachfrage der Redaktion. Polizei und Feuerwehr sind keine Schadensorte bekannt.

Mehrere besorgte Hildesheimerinnen und Hildesheimer meldeten sich am Freitag bei der Polizei, bestätigt deren Sprecher Jan Makowski. Im Internet kursierten unter anderem Gerüchte über Explosionen am Moritzberg und in Drispenstedt, an diesen sei nichts dran, stellt Makowski klar.

Luftfahrtamt der Bundeswehr ist zuständig

Sowohl Polizei als auch Feuerwehr vermuten, dass es sich um ein Überschallflugzeug gehandelt haben könnte, das die Knalle ausgelöst hat. Diese Vermutung teilen auch andere, allerdings bleibt eine offizielle Bestätigung einer Behörde bisher aus. Wenn ein Flugzeug schneller fliegt als der von ihm verursachte Schall, dann knallt es. Dieses Phänomen nennt sich Überschallknall, was ähnlich wie ein Donnern klingt. Oft kann man kurz nach dem Knall einen zweiten Knall hören, wie die Bundeswehr auf ihrer Homepage erklärt.

Zuständig ist das Luftfahrtamt der Bundeswehr, nach Angaben des dortigen Sprechers sind die Mitarbeitenden aber bereits nicht mehr im Dienst, sodass das Bundesamt erst am Montag Stellung nehmen will. Der Knall soll bis in die Region Hannover und Hameln zu hören gewesen sein. Auch dort soll es Anrufe besorgter Einwohnerinnen und Einwohner gegeben haben. Unter anderem im Kommissariat in Springe, wie die Neue Deister-Zeitung berichtet. Auf Anfrage teilt ein Polizist dort mit, man habe sich bei der Bundeswehr direkt erkundigt, was hinter dem Geräusch steckt. Antwort: Es handele sich um fliegende Düsenjets, die offenbar über der Region die Schallmauer durchbrachen: „Kein Grund zur Sorge“, heißt es bei der dortigen Polizei.

Unter der kostenfreien Rufnummer 0800/8620730 können sich alle Bürgerinnen und Bürger mit Fragen oder Beschwerden zum militärischen Flugbetrieb direkt an das Luftfahrtamt der Bundeswehr wenden. Das Bürgertelefon steht aber freitags nur zwischen 8 und 12.30 Uhr zur Verfügung.


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