Hildesheim - Alle Jahre wieder findet die Hildesheimer Jazztime vor dem Theater statt. Viele Gäste sind schon seit Jahrzehnten dabei. Sie geben einige Tipps für den Besuch des Festivals.
Gehörschutz mitbringen
Je nach Wetterlage Sonnen- oder Regenschutz einpacken. Wenn kleinere Kinder mit dabei sind, auf jeden Fall an Gehörschutz denken. Um sich einen guten Platz zu sichern, kommt man am besten in der Umbaupause.
Pins kaufen
Das Wichtigste ist, uns auf Instagram zu folgen unter cyclus66. Und man sollte Pins kaufen, damit das Ganze immer weiter stattfinden kann. Wer Lust hat, kann sich melden und mitmachen und unser Team-Feeling miterleben.
Eis genießen
Ich finde es immer richtig schön, wenn man sich ein Eis kauft und mit Freunden über die Wiese schlendert. Oder wenn man mit der ganzen Familie auf der Wiese picknickt. (Lelya Schnipkoweit, Pin-Verkäuferin (Mehr über Lelyas Arbeit als Pin-Kid lesen Sie hier)
Standort wechseln
Ich würde empfehlen, den Standort zu wechseln. Dann hat man die Bühne aus wechselnden Perspektiven und es ist kommunikativ, da man neue Leute trifft. Die Hildesheimer Blues-Größen treffen sich meist links vor der Bühne, wenn man mal mit Maddy Arlt, Till Seidel oder Stephan Quast fachsimpeln möchte.
Auto stehenlassen
Auf alle Fälle ohne Auto kommen. Dann darf es auch ein Bier mehr sein. Sonnenschirm und gute Laune mitbringen. Der Rest kommt von selbst.
Früher kommen
Die meisten Leute kommen zur Jazztime, wenn die Headliner am späten Nachmittag loslegen und der pickepacke volle Platz so richtig kocht. Für mich ist es genau anders herum: Ich liebe die Frühschoppen-Konzerte. Da geht es meist etwas jazziger zu, das Publikum ist überschaubar und noch nicht im Partymodus, hört dafür umso konzentrierter zu. Wenn dann noch die Sonne durch die Blätter der Linden und Kastanien blinzelt und das Thekenteam die erste Gerstenkaltschale des Tages mit liebevoller Sorgfalt zapft, ist diese verrückte Welt für einen kurzen Moment auf wundersame Weise im Lot.
Die Jazztime lohnt sich immer
Bei schönem Wetter kann die Jazztime als Open-Air-Festival natürlich mit Decke und guter Laune am besten draußen vor dem Stadttheater genossen werden. Aber auch das Abend-Programm im Großen Haus ist hochkarätig besetzt und lohnt genau wie die Aftershow-Partys. Es gibt also nicht DIE beste Zeit oder den besten Ort für einen Besuch – die Jazztime lohnt sich drinnen und draußen zu jeder Zeit!
Nicht abschrecken lassen
Der schönste Platz ist bei mir an der Weinbude. Es ist ein Festival, wo man sich wieder begegnet – wie ein Familientreffen. Man sollte sich nicht vom Namen Jazz abschrecken lassen, denn es ist ein sehr vielseitiges Fest.
Ausdauer mitbringen
Was man mitbringen sollte, ist gute Laune und Ausdauer, die Bands sind alle sehens- und hörenswert. Wenn man gerne Action mag, ist der Nachmittag ab 15 Uhr am besten. Wer es ruhig mag, sollte mittags kommen.“ Wer noch nie da war, hat was verpasst, die Stimmung ist einzigartig.“
Getränke kaufen
Man kommt am besten zur ersten Band und geht zur letzten. Man bringt auch nichts mit, sondern erklärt sich solidarisch und kauft Getränke auf den Getränkeständen, denn das Programm ist „umsonst und draußen“.
Das Programm der Jazztime
Am Pfingstsamstag geht es mit The O-Jacks um 14 Uhr vor dem Theater mit Rockabilly und Rhythm’n’Blues los. Die Funk-Band Radius (15.30 Uhr) und die Brian Templeton Blues Band (17.30 Uhr) folgen.
Den Pfingstsonntag eröffnet das Hildesheimer Kussi Weiss Ensemble um 12.30 Uhr mit Sinti-Jazz. Anschließend spielen Black Patti (14 Uhr) klassischen Blues, und die Sofa Connection (15.30 Uhr) mischt Jazz mit deutschsprachigen Liedern, und jamaikanischen Musiktraditionen wie Mento, Ska und Reggae. Den letzten Open Air Auftritt des Tages gestaltet ein schon häufig auf der Jazztime gehörter Gast: Die Till Seidel Band (17.30 Uhr).
Traditionell startet der Pfingstmontag mit einer Jazzband zum Frühschoppen: Die Varifocal Jazz Lounge spielt um 12 Uhr. Danach folgen der Sänger, Songwriter und Schauspieler Jake LaBotz (13.30 Uhr) und der Brite Chris Corcoran, der zwei Mal Finalplätze bei den UK Blues Awards erreichen konnte, mit seiner Band (15 Uhr).










