Hildesheim - Vor einem halben Jahrhundert wurde der Hildesheimer Hohnsensee eingeweiht. Eine Zeitreise in die vergangenen 50 Jahre.
Der Name Hohnsensee erinnert wie die Brücke und die Straße an das im Mittelalter wüst gefallene Dorf, von dem sich bis 1634 noch die Hohnser Mühle an dieser Stelle erhalten hatte. Auf einem Foto friedlich vereint zeigen sich hier während der Bauarbeiten links die alte und rechts die neue Hohnser Brücke. Am 5. Oktober 1926 wurde die neue Brücke endgültig für den Fahrverkehr freigegeben, zu diesem Zeitpunkt war die alte Brücke bereits abgerissen, ihre Widerlager wurden vom 2. bis 4. Oktober 1926 gesprengt. Im Hintergrund der Aufnahme sind noch gut die parallel zum Brückenbau laufenden Pflasterarbeiten in Richtung Zimmerplatz und die Gebäude der ehemaligen Königlichen Baugewerkschule sowie erste Villen am südlichen Weinberg zu sehen. Aufnahme vom Juni 1926. Alle Fotos: Archiv Verlag Gebrüder Gerstenberg
Kurt Illge, Regierungsbaurat und späterer Professor an der heutigen HAWK, präsentierte 1942 unter dem Titel „Ausbau der Stadt Hildesheim zu einer Großstadt unter Berücksichtigung der Sanierung der Altstadt“ seine Pläne für die Stadtentwicklung. Hildesheims Altstadt sollte saniert und zu Fremdenverkehrsattraktion werden, „Großer und kleiner Innerste-See“ schon inklusive. Aufnahme von 1970 (Bild anklicken, damit sich die vollständige Ansicht öffnet)
Während des Kiesabbaus war Baden im See lebensgefährlich und streng verboten. Die sieben Jugendlichen auf unserem Foto ließen sich davon nicht abhalten, schließlich war das Frühjahr 1968 mit Temperaturen bis zu 35 Grad außergewöhnlich heiß. Am ersten Schultag nach den dreiwöchigen Osterferien gab es sogar hitzefrei, also „nischt wie raus nach Hohnsensee“. Aufnahme vom 23. April 1968
Viel Mühe erforderte auch die Bildbearbeitung für diesen gelungen Aprilscherz der Redaktion. Lang bevor Luchs, Wolf und Fischotter ihr Comeback in der heimischen Fauna feiern konnten, siedelte die HAZ einen neuen Bewohner im entstehenden Hohnsensee an. Einen Delfin mit dem sinnigen Namen „Apri“ hätte die Stadt per Flugzeug aus Miami via Hannover einfliegen lassen. Das Tier wäre eigens darauf trainiert, Nichtschwimmer im Bereich von Untiefen zurück ans Ufer zu drängen und bei Unglücksfällen einzugreifen. Aufnahme vom 1. April 1973
Glück im Unglück hatte der Bavenstedter Richard Grewe, der als Mitarbeiter des Gartenamtes mit seinem Allrad-Schlepper die Eisflächen des Hohnsnesees vom Schnee befreien wollte. Das Eis am Südufer war aber wohl noch nicht fest genug, Grewes Schlepper brach beim Räumen ein und versank sofort in den Fluten. Grewe blieb in letzter Sekunde nur die Flucht über das Dach. Bis zu den Knien wurde er noch nass, dann sackte das Fahrzeug endgültig unter ihm weg. Aufnahme vom 23. Januar 1987

















































