Kreis Hildesheim - Das Gesundheitsamt Hildesheim meldet die Zahl der Neuinfizierten mit dem Coronavirus, Stand Donnerstag, 7.30 Uhr, mit 637. Das ist eine erhebliche Abweichung von der Zahl des Robert-Koch-Instituts (RKI) am frühen Donnerstagmorgen. Es hatte lediglich 254 Fälle gemeldet, was eine Inzidenz für den Kreis Hildesheim von 348,9 für Donnerstag ergab. Der wird demgemäß am Freitag, wenn die Werte angepasst sind, sprunghaft in die Höhe schnellen.
Der Landkreis Hildesheim erklärt die am Donnerstagmorgen ermittelte hohe Anzahl der Neuinfektionen damit, dass es eine verzögerte Meldung positiver PCR-Tests durch das Labor gegeben habe. Alle Ergebnisse seien am Mittwoch noch vom Gesundheitsamt im System erfasst worden, die aber aufgrund der hohen Zahl nicht vollständig bis zum Meldezeitpunkt an das Niedersächsische Landesgesundheitsamt übermittelt werden konnten. Deshalb habe es zum Zeitpunkt der Übermittlung vom Landesgesundheitsamt an das RKI „nur“ 254 registrierte Fälle gegeben. Alle weiteren Fälle seien noch bis in die Abendstunden erfasst worden und spiegelten sich deshalb in der Statistik des Kreisgesundheitsamtes am Donnerstag wider. Vor genau einer Woche registrierte das Gesundheitsamt 138 Neuinfektionen.
Gemeldet wurden am Donnerstag auch zwei weitere Todesfälle – es handelt es sich um zwei Männer im Alter von 78 und 93 Jahren.
Im Kreis Hildesheim gibt es Stand Donnerstag 1813 Infizierte, am Mittwoch waren es 1309. Die Gesamtzahl der Genesenen ist auf 15 230 Personen gestiegen – das sind 131 Personen mehr als am Mittwoch.
22 Menschen in stationärer Behandlung
In stationärer Behandlung befinden sich 22 Menschen, einer weniger als am Vortag. Diese Zahl umfasst nach Angaben des Gesundheitsamtes alle Einwohner von Stadt und Landkreis, die wegen Corona in einem Krankenhaus behandelt werden oder in einer Reha-Klinik aufgenommen sind und aktuell infiziert sind. Und zwar unabhängig vom Standort der Klinik, auch Betroffene in Häusern außerhalb des Landkreises zählen in dieser Statistik mit.
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Das DIVI-Register meldet eine Person auf einer Intensivstation, die invasiv beatmet werden muss. Diese Statistik berücksichtigt ausschließlich Betroffene, die im Landkreis Hildesheim behandelt werden – unabhängig von ihrem Wohnort. Corona-Patienten aus dem Kreis Hildesheim, die in Kliniken außerhalb des Kreisgebiets wie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) oder der Universitätsmedizin Göttingen behandelt werden, sind von diesen Daten nicht erfasst.
Junge Menschen weiterhin am meisten infiziert
Die meisten Corona-Infizierten gibt es weiterhin unter den jungen Menschen der Region: in der Altersgruppe zwischen 0 und 9 Jahren mit 329 Fällen und der Altersgruppe zwischen 10 und 19 Jahren mit 313 Fällen. Darauf folgt die Gruppe zwischen 30 und 39 Jahren mit 281 Fällen sowie die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen mit 248 Fällen.
Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Hildesheim
In der Stadt Hildesheim sind aktuell 1053 Corona-Fälle registriert. Diese verteilen sich folgendermaßen auf die Postleitzahlengebiete: 221 in 31134 (+64 zum Vortag), 247 in 31135 (+77), 229 in 31137 (+65), 187 in 31139 (+66), 169 in 31141 (+28).
In den übrigen Städten und Gemeinden im Landkreis gibt es folgende Fallzahlen: 70 in Alfeld (+11), 20 in Algermissen (+3), 61 in Bad Salzdetfurth (+20), 42 in Bockenem (+17), 15 in Diekholzen (+6), 46 in Elze (+13), 9 in Freden (unverändert), 40 in Giesen (+4), 83 in Harsum (+30), 26 in Holle (+6), 26 in Lamspringe (+7), 52 in der Samtgemeinde Leinebergland (+8), 62 in Nordstemmen (+12), 123 in Sarstedt (+28), 43 in Schellerten (+18), 20 in Sibbesse (+8) und 22 in Söhlde (+13).
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