Bau in Bad Salzdetfurth

Neuer Marktplatz entsteht: Altes Lamme-Ufer eingerissen

Bad Salzdetfurth - Das Ufer der Lamme in der Bad Salzdetfurther Altstadt ist eingerissen – die Arbeiten für die Treppe laufen. Aber kommen die Pflastersteine für den neuen Marktplatz in der Bad Salzdetfurther Altstadt pünktlich?

Die Uferbefestigung zur Lamme ist eingerissen, in Kürze werden dort die schweren Stufen gesetzt. Später wird an dieser Stelle auch der Lammegarten angelegt. Foto: Ulrike Kohrs

Bad Salzdetfurth - Die Fußgängerbrücke am Hotel Kronprinz ist gesperrt, das Lamme-Ufer auf Höhe der Eisdiele eingerissen. Die Arbeiten am neuen Marktplatz in der Bad Salzdetfurther Altstadt sind in vollem Gange. Noch in dieser Woche soll der Kran aufgestellt werden, der die schweren Stufen zur Lamme setzen wird. Die Treppe soll später ein neuer Ort zum Verweilen in der Altstadt werden.

Ein Garten im Fluß

Schon jetzt lässt sich erahnen, wie sich der zentrale Platz mitten in der Altstadt verändern wird. Der Uferbereich wird angeschrägt, große Stufen führen vom neuen Marktplatz aus runter an den Fluss. Am Fuße der Baustelle stehen noch die Reste der alten Ufermauer im Wasser. Sie deuten an, wo später einmal der Lammegarten angelegt werden soll.

Für Eike Hillebrecht ist es die erste große Baustelle, die in Bad Salzdetfurth in seinen Zuständigkeitsbereich fällt. Er wird in wenigen Wochen im Rathaus die Nachfolge von Hans-Joachim Kamrowski antreten und neuer Leiter des Fachbereiches Bauen, Wohnen, Umwelt werden. Hillebrecht freut sich, dass die Arbeiten in der Altstadt vorangehen.

Ein Hinweis für die Zukunft

Denn immerhin hatten die kurz nach ihrem Beginn gleich erst mal eine Pause einlegen müssen. Bei den vorbereitenden Arbeiten für den neuen Platz vor dem Kronprinzen gab es nämlich eine archäologische Entdeckung: Die Grundmauern des ehemaligen Badehauses waren zum Vorschein gekommen – nicht unerwartet. Der Standort des Vorgängers des heutigen Kurbetriebes war bekannt. Die Stadt hatte einen Archäologen zu den Arbeiten hinzugezogen. „Der hat die Funde ausgemessen, skizziert und aufgenommen“, so Hillebrecht. Auf die Auswertung wartet die Stadt noch. Eine Verzögerung der Bauarbeiten wird es deshalb aber nicht geben. Bürgermeister Björn Gryschka sei mit dem Geschichtsverein im Gespräch, ob und wie der ehemalige Standort später auf dem neuen Marktplatz visualisiert werden könnte. „Zum Beispiel in Form einer Hinweistafel“, sagt Hillebrecht.

Während nun in den nächsten Wochen die Stufen am Ufer eingesetzt werden und der Bereich an der Lamme abgesichert wird, soll parallel auch bereits der zweite Bauabschnitt beginnen: der angrenzende Marktplatz. Die Steine für die Pflasterung des Platzes und der Straße (der gesamte Bereich soll ein sogenannter Shared Space werden, also ein Areal auf dem sich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt bewegen) sind längst bestellt. „Nun hoffen wir, dass sie auch rechtzeitig angekommen“, so Hillebrecht.

Steine aus China

Das Material wird aus China geliefert. „Ob es aufgrund der Corona-Krise nun zu Verzögerungen kommt, wissen wir noch nicht“, sagt Hillebrecht. Es würden aber alle Vorarbeiten erledigt, damit für die Pflasterung alles vorbereitet sei.

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