Hildesheim - Nach sechs Wochen Sommerferien kehren die Schüler und Schülerinnen in Stadt und Landkreis Hildesheim in die Schulen zurück – unter besonderen Bedingungen. Nicht nur in den Schulen selbst müssen sich Schüler und Lehrer an Corona-bedingte Abläufe halten und gewöhnen. Auch auf dem Schulweg ist allerhand zu beachten.
Kaum Masken am ZOB Hildesheim
Denn was nützen die aufwendigen Hygienekonzepte der Schulen, wenn die Schüler auf dem Weg zum Unterricht dicht gedrängt in Bus und Bahn stehen? Tausende von Mädchen und Jungen sind am Donnerstagmorgen in Stadt und Landkreis Hildesheim unterwegs. Sie fahren mit den Bussen von SVHi und RVHi, mit den Zügen der Nordwestbahn, der Deutschen Bahn und von Erixx. Doch wie funktioniert das am ersten Schultag?
Die Antwort ist: kaum. Die Situation am ZOB in Hildesheim war unaufgeregt. Die Stimmung an den Bussteigen sei „wie immer“, berichten Schüler, die an Bushaltestellen in Gruppen warten – und zu sehr großen Teilen keine Masken tragen. Obwohl sie das eigentlich müssten, wie Stadtsprecher Helge Miethe noch am Tag zuvor betont hat. Auch den Mindestabstand halten sie nicht ein. 1,50 Meter Abstand sind vorgeschrieben. Geht aber kaum. Mehr Platz als vor der Corona-Pandemie gibt es auf den Bahnsteigen schließlich nicht. Und in den Bussen auch nicht. Auch die Fahrt sei „wie immer“ gewesen. Ein Gespräch hier, lachen da.
Unter den Maskenmuffeln waren am Donnerstagmorgen aber nicht nur Schüler und Schülerinnen. Auch Erwachsene schienen am Busbahnhof nichts von der Maskenpflicht im Wartebereich zu wissen.
Einsteigen – aufsetzen
Beim Einsteigen setzten die Schüler aber immerhin ihre Schutzmasken auf. Ein Busfahrer des Regionalverkehrs RVHi erzählt am Donnerstagmorgen auf HAZ-Nachfrage, dass er per Mikrofon die Schüler auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht habe. Die seien aber alle „brav gewesen“. Der Polizei in Hildesheim wurden keine Zwischenfälle gemeldet, wie Sprecher Jan Makowski auf HAZ-Anfrage mitteilt.
