Entscheidung aus Berlin

Kreis Hildesheim: Impftermine mit Astrazeneca finden doch statt

Kreis Hildesheim - Ab sofort wird auch im Kreis Hildesheim wieder mit Astrazeneca geimpft. Bereits abgesagte Termine gelten nun doch. Der Kita- und Grundschul-Impfstart verzögert sich.

Wieder im Einsatz im Kreis Hildesheim: der Impfstoff von Astrazeneca. Foto: dpa

Kreis Hildesheim - Die für Freitag und Samstag in den Impfzentren in Hildesheim und Alfeld angesetzten Termine mit dem Impfstoff von Astrazeneca für Privatpersonenen finden nun doch statt. Das hat der Landkreis Hildesheim am Freitagmittag erklärt. Nach dem zwischenzeitlichen Astrazeneca-Impfstopp am Dienstag hatte der Kreis vorsorglich alle Termine bis Samstag abgesagt. Diese Absagen gelten nun nicht mehr: Bürger, die Termine am Freitag in Hildesheim sowie am Freitag oder Samstag in Alfeld hatten, können diese nun doch wahrnehmen – auch wenn sie dafür schriftliche Absagen erhalten haben. Eine Wahl beim Impfstoff besteht nicht.

Für das Hildesheimer Impfzentrum waren für Samstag ausschließlich Beschäftigte aus Arzt- und Zahnarztpraxen sowie von Pflegediensten eingeplant. Diese Impftermine finden am Samstag tatsächlich nicht statt, sondern an den bereits neu geplanten Terminen Anfang nächster Woche.

Hausärzte ab April?

Am Donnerstagabend hatten sich die Gesundheitsminister in Deutschland darauf verständigten, dass von Freitag an wieder mit Astrazeneca geimpft werden kann. „So kann unsere Impfkampagne schnell wieder Fahrt aufnehmen“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). „Darüber hinaus ist jetzt der Weg geebnet, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ab Mitte April mit einzubinden.“

Mehrere europäische Länder hatten die Corona-Impfungen mit Astrazeneca ausgesetzt. In Deutschland war dies am Montag der Fall. Grund waren Meldungen von Thrombosen in Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung.

„Nutzen überwiegt“

Die Aussetzung der Impfungen mit Astrazeneca war umstritten. Kritiker hatten bemängelt, dass durch die Zwangspause im Kampf gegen das Coronavirus zu viel Zeit verloren gehe – insbesondere vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen und dem Aspekt, dass sich die britische Virusmutation in Deutschland immer stärker verbreitet. Die Mutation gilt als deutlich aggressiver als das ursprüngliche Virus.

Verschiebung bei Kitas

Am Donnerstag nun stellte die EMA nach mehrtägiger Prüfung fest, dass keine Verbindung der Impfung mit der Erhöhung des Risikos von Blutgerinnseln bei Menschen festgestellt worden sei. Zugleich habe eine Verbindung mit bestimmten Fällen aber auch nicht definitiv ausgeschlossen werden können. Insgesamt überwiege der Nutzen die Risiken.

Die für das Wochenende geplanten Erstimpfungen von Kita- und Grundschul-Kräften in Algermissen und Harsum fallen dagegen wie am Donnerstag im Jugendhilfe-Ausschuss des Kreistages bekanntgegeben aus. Der Kreis will nun neue Termine vergeben.

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