Hildesheimer Grüne knapp nicht im Landtag

Grashorn verpasst Listenmandat um einen Platz – doch sie kann noch hoffen

Hildesheim - Die Grünen hatten sich Chancen auf das Direktmandat in Hildesheim ausgerechnet. Das klappte nicht – ihr Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen. Zudem kann Rashmi Grashorn noch darauf hoffen, über die Liste in den Landtag nachzurücken.

Rashmi Grashorn hat in Hildesheim das beste Erststimmen-Ergebnis geholt, das ihre Partei jemals in der Stadt bekommen hat, das Zweitstimmen-Resultat der Grünen in Hildesheim fiel sogar noch etwas besser aus. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Noch vor einigen Wochen hatte sich Rashmi Grashorn im Rennen um das Direktmandat in Hildesheim gesehen. Doch je näher der Wahltermin rückte und je schlechter die Umfragen für die Grünen ausfielen, desto mehr zeichnete sich ab, dass die 33-Jährige den Wahlkreis nicht würde gewinnen können. Und so landet Grashorn am Sonntagabend auf dem dritten Platz – das allerdings mit 18,4 Prozent und damit mit dem besten Erststimmen-Ergebnis, das die Grünen je bei einer Landtagswahl in Hildesheim erreicht haben. Kein Wunder, dass sich die Grüne mit ihrem Resultat „sehr zufrieden“ zeigt – zumal sie sich am späten Sonntagabend noch Hoffnungen machen kann, über die Landesliste ins Parlament einzuziehen. Grashorn steht auf dem 25. Platz; übernehmen andere Grüne, die vor ihr auf der Liste sind, ein Minister-Amt in einer künftigen rot-grünen Landesregierung, könnte es für die Hildesheimerin noch für ein Mandat reichen – die Grünen holten am Sonntag 24 Sitze, die Hildesheimerin ist also die erste Nachrückerin. Es könnte aber dauern, bis das klar ist.

AfD-Mann Kriesinger landet in Hildesheim auf dem vierten Platz

Vierterfolgreichster Direktkandidat ist mit 8,29 Prozent und 3433 Stimmen AfD-Vetreter Ralf Kriesinger. Er zeigt sich sehr zufrieden: „Das ist sogar etwas besser als ich erwartet habe.“ Kriesinger liegt mit seinem Ergebnis ziemlich genau auf dem Niveau der Zweitstimmen im Stadtgebiet (8,50 Prozent). „Den Menschen wird bewusst, welche großen Probleme das Land hat und welche noch auf uns zukommen“, glaubt Kriesinger. Den „Altparteien“ trauten immer weniger zu, diese Probleme zu lösen – und deswegen würden mehr auf seine Partei setzen. Wie auch Kriesinger traten weitere Kandidatinnen und Kandidaten ohne Chance auf ein Mandat an, um ihrer Partei ein Gesicht zu geben. Maik Brückner (Die Linke) kommt am Ende des Wahlabends schließlich auf 1690 Stimmen (4,08 Prozent). Für die Direktkandidatin der FDP Zara Tas stimmen 1299 Wählerinnen und Wähler (3,14 Prozent). Tobias Schwab (PARTEI) erhält 841 Stimmen (2,03 Prozent), Heinrich Kalvelage (Freie Wähler) 496 Stimmen (1,2 Prozent) und Ariana Koebke 447 Stimmen (1,08 Prozent).


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