Hildesheim - Keine Lust auf Muskelkater? Dann besteht bei der Rosenroute in Hildesheim kein Grund zur Sorge. Mit gerade einmal fünf Kilometern ist sie die kürzeste der 20 Touren. Das bedeutet aber nicht, dass sie nur wenig Zeit in Anspruch nimmt, denn entlang der Route gibt es viel zu entdecken.
Als Start und Ziel dient der Marktplatz. In der angrenzenden Touristinfo gibt es die Touren-Flyer und einen Faltplan sowie das Rätselmalbuch zur mit Mitteln vom Landkreis geförderten Radnadel. Vor der Tür können Erwachsene sich dann direkt den ersten digitalen Stempel in der Radnadel-App holen, während Kinder die ersten drei Rätsel der Hilde-Tour lösen können.
Audio-Guide und Einschränkungen
Die Rosentour bietet sich besonders auch für Touristen an, denn sie verbindet acht Kirchen, zwei Museen und weitere Sehenswürdigkeiten. Sie führt durch die Altstadt, vorbei an historischen Fachwerkhäusern. Darüber hinaus bietet die Hildesheimer Kultur- und Freizeit App einen Audio-Guide mit zur Tour.
Die Route führt weitgehend über verkehrsarme Straßen und ist für fast alle Fahrradtypen auch mit Anhänger geeignet. Lediglich von Rennrädern rät der ADFC wegen der Sturzgefahr auf den Abschnitten mit Kopfsteinpflaster ab. Im Bereich Marktplatz und Hoher Weg müssen Räder zudem tagsüber geschoben werden, denn ein Befahren ist nur zwischen 19 und 11 Uhr erlaubt. Darüber hinaus sind mittwochs und samstags Einschränkungen durch den Wochenmarkt möglich.
Kirchen und Stadtturm
Vom Marktplatz geht es Richtung Süden vorbei am Huckup-Denkmal und der barocken Kreuzkirche zur Seminarkirche und dann zur Lambertikirche. Eine dreischiffige Hallenkirche im spät-gotischen Stil. Weiter geht es durch die Kesslerstraße, die früher einfache Handwerker wie Kesselflicker beherbergte und während des Krieges von Angriffen verschont blieb.
Anschließend führt die Tour unter dem Kehrwiederturm – einem Überbleibsel der Stadtbefestigung – hindurch zum Lappenberg. Hier erinnert ein Mahnmal an die Judenverfolgung und das Niederbrennen einer Synagoge in der Pogromnacht. Nicht weit entfernt folgt die Basilika St. Godehard.
UNESCO-Stätten und Museen
Entlang der im zweiten Weltkrieg verschonten Fachwerkhäuser der Straße Hinterer Brühl geht es weiter zum Mariendom, einem UNESCO-Weltkulturerbe mit mittelalterlichem Inventar. Hier befinden sich auch der tausendjährige Rosenstock, der als Symbol für das Gedeihen der Stadt steht und das Dommuseum. Knapp 300 Meter weiter stellt das Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) unter anderem Stücke aus dem alten Ägypten und Peru aus. Beide Museen haben montags Ruhetag und ansonsten täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Das RPM hat zusätzlich dienstags geschlossen.
Als Nächstes führt die Route entlang der UNESCO-Welterbekirche St. Michaelis und dem 800 Jahre alten Magdalenengarten hin zur Magdalenenkirche. Über die Straße Alter Markt geht es vorbei an der prächtigen Renaissance-Fassade des Kaiserhauses zur Andreaskirche. Hier kann an Wochenenden gegen eine Gebühr die Aussicht vom höchsten Kirchturm Niedersachsens genossen werden, bevor es über die Fußgängerzone zurück zum Marktplatz geht.
Folge 1 der HAZ-Serie: Die Landschaftsroute durch den Norden
Folge 3: Entlang der Kalibahn nach Gronau
Folge 4: Die Freizeit-Familien-Tour
