Verkehr in Alfeld

Auf einer weiteren Alfelder Hauptstraße reiht sich Schlagloch an Schlagloch – steht eine Sanierung bevor?

Alfeld - Schlaglöcher in den Fahrbahnen von Alfelds Straßen sind immer ein Aufregerthema. Nach der Gudewillstraße, der Föhrster Straße und der Winzenburger Straße rückt aktuell eine weitere Hauptstraße in den Fokus der Bürger. Was sagt die Stadtverwaltung dazu und gibt es Hoffnung auf eine Sanierung?

Der Fahrbahnbelag auf der Rampe des Alfelder Schlehbergringes zur gleichnamigen Brücke ist massiv geschädigt. Foto: Stephanie Marschall

Alfeld - Polterbahn, Versuchsstrecke, Schlaglochpiste – die Spitznamen, die sich Nutzer in den Alfeld-Gruppen bei Facebook für eine weitere Alfelder Hauptstraße einfallen lassen, sind vielfältig. Der Grund: Die Fahrbahn des Schlehbergringes ist in beide Richtungen marode, Schlaglöcher reihen sich aneinander – und Tempo 30 ist angesagt. Was sagt die Alfelder Stadtverwaltung dazu?

Vorweg macht Christoph Kriegel, Leiter des städtischen Tiefbauamtes, darauf aufmerksam, dass bei dieser Hauptstraße häufig zwei Dinge vermischt werden, die so nicht richtig sind: „Die aktuell sichtbaren Schäden des Fahrbahnbelages befinden sich auf den Rampen des Schlehbergringes zur Schlehbergringbrücke und nicht auf dem Brückenbauwerk selbst.“ Kurzum gesagt: Nicht die 66 Jahre alte Brücke ist marode, sondern die Zufahrten von beiden Seiten.

Ausbesserung mit Gussasphalt

Die letzte größere Sanierung der Schlehbergring-Rampe liegt zweieinhalb Jahre zurück. Im August 2023 wurden für 29.500 Euro kleinteilig marode Stellen ausgefräst und mit Heißasphalt wieder verschlossen. „Diese Flächen sind jetzt nicht betroffen“, sagt Kriegel. Im Jahr 2024 folgten Ausbesserungen mit Gussasphalt für etwa 3500 Euro und 2025 nochmals kleine Nachbesserungen. Je nach Umfang der Maßnahmen übernehmen Vertragspartner der Stadt Alfeld oder Mitarbeiter des Baubetriebshofes diese Arbeiten.

Keine Sanierung vorgesehen

Auf die Frage, ob in absehbarer Zeit wegen der Schäden eine Grundsanierung der Rampen vorgesehen ist, sagt Kriegel: „ Eine grundhafte Sanierung ist mittelfristig im Haushalt der Stadt Alfeld zur Zeit nicht geplant.“ Gibt es dafür Zuschüsse von anderer Seite? Für solche Unterhaltungsmaßnahmen an Straßen und Brücken gebe es keine Zuschüsse.

Jedoch gibt es Hoffnung für die Verkehrsteilnehmer, dass die Schlaglöcher demnächst verschwunden sein könnten. Kriegel bestätigt, dass die marode Fahrbahn maximal einmal im Jahr ausgebessert wird – beispielsweise nach der Winterperiode.

Brückenprüfung steht an

Und im Übrigen steht in diesem Jahr für die Schlehbergringbrücke die nächste Brückenprüfung an – voraussichtlich im Sommer oder Herbst. Diese Kontrolle übernehmen speziell ausgebildete Ingenieure. Die regelmäßige Überprüfung aller Bauteile soll sicherstellen, dass die Standsicherheit und die verkehrssichere Nutzung gegeben sind.

Die Stadt Alfeld ist insgesamt für 29 Brücken verantwortlich. Seit 1989 auch für die Schlehbergringbrücke. Diese bezeichnete Alfelds Baudezernent im vergangenen Jahr als „Sorgenkind“ der Stadt Alfeld.

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