Freizeit-Tipp

Bärenstarkes Museum: Mehr als 200 alte Teddys sind im Kreis Hildesheim zu sehen

Ahrbergen - Die ältesten von ihnen entstanden in der Kaiserzeit: Aus dem Jahr 1910 stammen die oft braunen oder beigen Teddys, ein Prunkstück der Ausstellung mit mehr als 200 Plüschtieren in Ahrbergen. Zwei Bären haben ganz besondere Fähigkeiten. (Mit Video)

Knuddelige Trostspender en masse sind jetzt in Ahrbergen ausgestellt. Foto: Julia Moras

Ahrbergen - Mehr als 200 Plüschlieblinge kann das Publikum von jetzt an in Ahrbergen bestaunen. Teddybären aus alten Zeiten sind der Blickfang, die ein Privatsammler für eine Schau in der Adventszeit zur Verfügung gestellt hat.

Der Mann will anonym bleiben, Mechthild Hinrichs ist als Ortsheimatpflegerin und Organisatorin der Ausstellung umso gesprächiger. Am Eingang bietet sie den Besuchern Haribo-Gummibärchen gratis an, eine Spende fürs Heimatmuseum wäre natürlich nett.

Treppauf, treppab führt sie die Besucher, um ihnen das Spielzeug von einst – darunter Puppenstuben und Mini-Haushaltsgeräte – zu zeigen. Und natürlich die Stars in der oberen Etage der alten Schule: Die Bären-Parade.

Dort empfängt die Gäste am Eingang ein putziges Promi-Komitee. Keine geringeren als Winnie the Pooh, Käpt’n Blaubär, der Paddington Bear, der Haribo-Bär und der Ärdbär. Ein paar Schritte weiter reiht sich massenhaft Bär an Bär in den Vitrinen.

Sehr niedlich sind die Fußball-Bundesliga-Bären, alle in Trikots aus den 1960er-Jahren. „Ach wie süß“, entfährt es Ursula Mispagel aus Giesen, als sie sich diese knuddelige Parade anschaut.

Manche recht kleine Teddys haben etwas ganz Besonderes drauf, ein Exemplar etwa kann sich auf kleinen Rollen fortbewegen. Und in zwei anderen verbergen sich Phiolen, also winzige Behälter für Duftwasser. Parfum- oder Piccolo-Bär werden diese genannt.

Die meisten der Plüschtiere stammen vom Traditionshersteller Steiff. Einige aber auch von der Firma Schuco, die man eher mit Blechspielzeug in Verbindung bringt. „Eigentlich unbezahlbar ist das hier“, ist Franz-Josef Vollmer vom Förderkreis für Kultur- und Heimatpflege Ahrbergen, der die Schau auf die Beine gestellt hat, ganz begeistert.

Den Teddy angeknabbert

Der 62-Jährige aus Ahrbergen besitzt seit seiner Geburt einen Teddy, den er immer noch aufbewahrt. Den hatte er als Junge angeknabbert, so dass aus den Ärmchen nur noch das Stroh herausragte. „Meine Mutter hatte ihn aber mit Lederstulpen aber wieder repariert.“

„Es ist schön, dass es solch eine Ausstellung auf dem Land gibt“, freut sich auch Kreisheimatpflegerin Paloma Klages. Und klar, auch sie liebte als Kind ihren Teddy. „Doch die Bären sind auch was für Erwachsene.“ Das muss Klages Mechthild Hinrichs nicht zweimal sagen, die den Kontakt zu dem Privatsammler geknüpft hatte. „Der wäscht, föhnt und kämmt seine Teddys.“ Und kleine Ausbesserungen sind natürlich selbstverständlich.

Im Heimatmuseum sind aber auch die vielen Puppen ein schönes Motiv für Fotos. Es gibt sogar einen Mini-Herd, der etwa 60 Jahre alt ist. „Da haben wir mit Nudeln gekocht“, erzählt Hinrichs mit Blick auf das winzige Gerät.

Auch Monchhichis werden im Museum präsentiert. „Die gab’s schon, als ich noch zur Schule ging“, sagt Bernhard Engelke, der sich ebenfalls die pelzigen Freunde aus den siebziger Jahren ansieht.

Die Teddys sollen das Publikum am Sonntag, 1. Dezember (10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr) und am Samstag, 7. Dezember (15 bis 18 Uhr) sowie am Sonntag, 8. Dezember (10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr) nach Ahrbergen locken. Gruppen können sich zwecks Terminen für Besuche an Werktagen per Mail anmelden.

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