Hildesheim - Die Hildesheimer müssen sich noch etwas gedulden, bis sie am Hohnsensee auf einem Steg am Wasser sitzen können: Das Bauprojekt soll nicht wie ursprünglich geplant jetzt im Sommer umgesetzt werden, sondern erst im Herbst, sagt Matthias Jung, Vorsitzender des Vereins Hildesheim blüht auf, der das Vorhaben initiiert hat.
Im März ging Jung mit den Plänen erstmals in die Öffentlichkeit. Geplant ist ein möglichst barrierearmer Steg – inklusive vorgesetzter Terrasse – nahe des Ahoi-Parkplatzes. Rund 44.000 Euro kostet das Projekt, knapp 35.000 Euro hat der Verein bereits zusammen. 10.000 Euro kommen vom Verein selbst, mehrere Firmen beteiligen sich zudem. Über Spenden sind nach dem öffentlichen Aufruf bisher circa 600 Euro eingegangen, sagt Jung. Und was ist mit den fehlenden 9000 Euro? „Wir sind zuversichtlich, diese Restlücke noch über weitere Spenden schließen zu können.“ Derzeit arbeitet Jung daran, den erforderlichen wasserrechtlichen Antrag zu erstellen, der dann an die Stadt geht. Die genaue Positionierung des Stegs könnte noch um wenige Meter abweichen. Ein Bauantrag muss nicht gestellt werden.
Lebenshilfe hat Unterstützung zugesagt
Warum aber verzögert sich die Realisierung bis zum Herbst? „Wir wollten bewusst nicht, dass im Sommer am Hohnsensee Baufahrzeuge anrücken müssen, um die Fundamente zu befestigen.“
Unterstützung bekommt der Verein außerdem von der Lebenshilfe, die den Boden einbauen wird. Das erforderliche Material wird der Verein im Großhandel selbst kaufen. Bei dem geplanten Schwimmsteg kommen sogenannte Pontons zum Einsatz, die mit holzartigen Paneelen verkleidet werden – für eine schönere Optik, erklärt Jung. Die Konstruktion sei pflegeleicht und könne das ganze Jahr über stehenbleiben und genutzt werden. Der Eingriff in die Natur sei bei dieser Bauweise minimal, anders als hätten etwa Pfeiler ins Wasser gesetzt werden müssen. Stattdessen müssten nur Fundamente für den Schwimmsteg erstellt werden. Jung hofft, dass die Umsetzung aller Maßnahmen nicht länger als sechs Wochen dauert. Mehrere Angebote hat der Vorstand um Jung bereits eingeholt und geprüft, möglicherweise werden noch weitere angefordert, damit die Kosten im Rahmen bleiben.
Direkt am Wasser sitzen
Der Verein wird der Stadt den Steg später schenken, wegen möglicher Wartungen und der Verkehrssicherungspflicht.
Mit einem Steg hätten Spaziergänger die Möglichkeit, direkt am Wasser zu sitzen, einen Einstieg wird es aber nicht geben. Nach der Berichterstattung habe der Verein viel positives Feedback bekommen, freut sich Jung. Wer Geld für den Steg spenden möchte, findet online auf der Seite www.hildesheim-blueht-auf.de weitere Infos.

