Eine Hürde

Be bop-Party in Hildesheim? Diesmal nicht zur gewohnten Zeit – wenn sie überhaupt stattfinden kann

Hildesheim - Am ersten November-Wochenende steigt in Hildesheim die Be bop-Revival-Party – so war es in den vergangenen Jahren. Diesmal wird daraus aber nichts. Das sind die Gründe.

So war es 2022 (als das Foto entstand) und in den Jahren davor: Doddy und Erich legten im Vier Linden zur Bebop-Revival-Party auf. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - An diesen Termin muss eigentlich kein früherer Bebop-Besucher erinnert werden: Jeweils am ersten November-Wochenende steigt die Revival-Party der einstigen Kult-Disco – so war es jedenfalls in den vergangenen Jahren. Doch diesmal wird daraus nichts, zumindest nicht zum gewohnten Zeitpunkt.

Denn der einstige Be bop-Chef Candido de Bona hat noch keinen geeigneten Veranstaltungsort gefunden. Und ob ihm das in den nächsten Wochen noch gelingt, ist fraglich. Immerhin: „Ein Eisen habe ich noch im Feuer“, sagte der 70-Jährige der HAZ. Doch bevor die Party auch wirklich klar gehe, wolle er darüber nicht mehr verraten.

Das Be bop war am 5. November 1976 auf der Wilhelmshöhe eröffnet worden, ab 1986 legten de Bona und seine Mitstreiter ihre Platten in der Steuerwalder Straße auf. Zehn Jahre später war dort ebenfalls Schluss. Zum 30. Geburtstag der Disco lud „Doddy“, wie deren Chef genannt wird, zur ersten Revival-Party ein. 1000 Menschen strömten ins Vier Linden, die Party wurde zu einem Riesenerfolg – und fand von nun an regelmäßig statt.



Auch in diesem Jahr will de Bona wieder auf die Tanzfläche bitten – allerdings nicht mehr wie sonst im Vier Linden. Dort war im vergangenen Jahr aus Brandschutzgründen nur Platz für 450 Menschen, etwa genauso viele mussten abgewiesen werden. „Das möchte ich nicht noch mal erleben“, sagt de Bona.

Im Frühjahr könnte etwas in der Halle 39 laufen – doch der frühere Be bop-Chef hadert noch etwas

Er hatte sich deshalb bereits seit längerem nach Alternativen umgeschaut, das aber ohne Erfolg, weshalb er die Party für 2023 bereits ganz abblasen wollte und das per E-Mail kundtat. Darauf meldete sich Halle-39-Betreiber Matthias Mehler, der einst im Be bop als Pizzabäcker gejobbt hatte: „Ich bin Doddy sehr verbunden und würde gern helfen.“ Doch in diesem Jahr ließ sich kein Termin mehr finden, im Frühjahr sehe die Sache aber anders aus, betont Mehler.

De Bona ist zwar grundsätzlich nicht abgeneigt, „auch wenn die Halle 39 recht riesig für diese Art Veranstaltung ist.“ Doch noch hofft der 70-Jährige, die Revival-Party in diesem Jahr ansetzen zu können. Es stehe in dieser Woche ein weiteres Gespräch mit einem Gastwirt an, berichtet de Bona. „Danach sehen wir weiter.“ Er könne sich auch eine zusätzliche Be bop-Party im Frühjahr grundsätzlich vorstellen. „Aber die Leute müssen auch Spaß haben können, das ist das Wichtigste.“

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