Neue Entwicklung am Johannisfriedhof

Beliebter Spazierweg in Hildesheim wird nun doch freigegeben – aber mit Einschränkung

Hildesheim - Der Weg vom Überlaufbecken über den Johannisfriedhof zur Bischofsmühle liegt auf einer der beliebtesten Spazierstrecken in Hildesheim. Wegen Kanalbauarbeiten war er seit Monaten gesperrt. Nun wird er geöffnet – wenn auch nur vorübergehend.

Noch ist der Weg über den Johannisfriedhof in Hildesheim gesperrt. Vor beiden Zugängen – hier der von der Johannisstraße aus, im Hintergrund liegt der Zugang vom Wasserkraftwerk aus – stehen Bauzäune. Foto: Rainer Breda

Hildesheim - Immer wieder hatten Politiker es versucht. Der neue Weg über den Johannisfriedhof sei doch fertig – wieso werde er dann nicht freigegeben, hieß es im Stadtentwicklungsausschuss mehrfach in den vergangenen Monaten. Doch die Verwaltung winkte jedesmal ab: Erst müsse auch der Abschnitt am Eingang aus Richtung Johannisstraße wieder hergestellt sein. Und das dauere noch.

Die Arbeiten stehen noch immer aus. Nun aber sollen die Absperrgitter an den beiden Zugängen des Johannisfriedhofs doch entfernt werden. Voraussichtlich ab Mitte oder Ende nächster Woche, auf jeden Fall aber vor Weihnachten, dürfen Fußgänger und Radfahrer die beliebte Passage zwischen Wasserkraftwerk und Johannisbrücke wieder benutzen, erklärte Michael Ködding, der kommissarische Kanalbau-Abteilungsleiter bei der Stadtentwässerung (SEHI), auf Anfrage der HAZ. Vor der Freigabe werde die Fläche, die bislang nicht wieder hergerichtet ist, noch mit Schotter versehen, damit man sie auch sicher überqueren könne. Die SEHI hat die Federführung bei dem Thema, weil sie für den Kanalbau zuständig ist, der die Sperrung des einstigen Friedhofs im vergangenen Jahr überhaupt erst notwendig gemacht hat.

Warum der Sinneswandel bei der Stadt und bei der SEHI?

Doch wie kommt der Sinneswandel bei SEHI und Stadt zustande? Es habe sich herausgestellt, dass die Firma, welche die Pflastersteine an der Ecke zur Johannisstraße einsetzen soll, diese Aufgabe aus verschiedenen Gründen nicht zeitnah erledigen könne. Daher solle der Weg über den Friedhof vorübergehend doch freigegeben werden – vorübergehend deshalb, weil die SEHI ihn wieder sperren lässt, so bald die Pflasterarbeiten beginnen.

Wann es dazu kommt, hängt vom Wetter ab: Es dürfe weder zu nass noch zu kalt sein, betont SEHI-Vertreter Ködding. Das Pflaster ist historisch, die SEHI musste die einzelnen Steine auf Anordnung der Denkmalpflege beim Ausbauen nummerieren lassen. Sie müssen anschließend wieder genau an ihre frühere Stelle im Boden kommen. Der Aufwand sei beträchtlich, betont Ködding. Daher dauerten die Arbeiten – wenn sie dann erst einmal angefangen haben – auch sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit ist der Friedhofsweg dann wieder zu.

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