Bahnverkehr

Chaos bei der S-Bahn: In der Region Hildesheim fallen in den kommenden Tagen zahlreiche Züge aus

Hildesheim - Wer mit der S-Bahn durch die Region Hildesheim fährt, muss mit massiven Störungen rechen. Der Betreiber Transdev Hannover berichtet von häufigen Zugausfällen. Mindestens ein Viertel der Bahnen sind betroffen.

Die S 4 stoppt im Hauptbahnhof: Wer in diesen Tagen mit der S-Bahn von Hildesheim etwa nach Hannover will, muss mit Ausfällen rechnen. Foto: Alexander Raths

Hildesheim - Mindestens 25 Prozent der S-Bahnzüge in der Region fallen in den kommenden Tagen voraussichtlich aus. Besonders am Samstag, 10. Dezember, müssen Fahrgäste mit vielen Ausfällen rechnen. Das betrifft in der Stadt und im Landkreis Hildesheim die stark genutzten Pendlerlinien S 3 und S 4. Letztere verkehrt von Hildesheim über Sarstedt nach Hannover, die S 3 fährt via Harsum, Algermissen und Lehrte nach Hannover. Nach Angaben des S Bahn-Betreibers Transdev Hannover ist eine Krankheitswelle der Grund für die gestrichenen Züge.

Wegen des anhaltenden Personalmangels im gesamten Personennahverkehr sowie durch die derzeit fast überall überdurchschnittlichen Krankenstände beim Fahrpersonal seien nahezu alle Unternehmen im gezwungen, die Anzahl der Fahrten zu reduzieren, erklärt Transdev Hannover.

Starke Grippewelle

Durch die aktuell neben Corona grassierenden Erkältungs- und Grippewellen habe sich die Lage im Nahverkehr noch einmal verschärft. „Das trifft leider auch die S-Bahn Hannover. Wir bedauern diese Situation und bitten unsere Fahrgäste um Entschuldigung. Bei kurzfristigen Ausfällen sind wir leider machtlos“, so Transdev-Sprecher Michael Block. „Unsere Teams arbeiten mit allen Kräften daran, die Lage durch Umbesetzungen von Schichten und andere organisatorische Maßnahmen so gut wie möglich zu steuern.“

Das Unternehmen bittet Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt in den Apps oder online über Verbindungen zu informieren. Dazu rät auch der Fahrgastverband Pro Bahn ausdrücklich.

Die Regionallinien Erixx (RE 10), Enno (RE 50), Metronom und Start (Lammtelbahn und Weserbahn) fahren derzeit noch planmäßig.

Hartes Jahr für Bahnfahrer

Pendler sowie Reisende sind in diesem Jahr immer wieder auf der Strecke geblieben. Noch im vergangenen Oktober fielen wegen eines Sabotageakts Züge flächendeckend aus – die Bahn hatte Probleme mit ihrem Funkverkehr. Im November löste ein Unglück mit Güterzügen bei Leiferde massive Beeinträchtigungen im Fernverkehr zwischen Hannover und Berlin aus. Die sind inzwischen behoben, ab 11. Dezember sollen die Züge dort wieder planmäßig rollen.

Folgen für Hildesheim

Die Instandsetzung des Abschnitts wirkt sich auch auf Hildesheim aus. Weil die DB Personal umschichten musste, zog sie Kräfte vom Großprojekt Weddeler Schleife bei Fallersleben ab. Die Folge: ICE-Züge Richtung Berlin oder gen Süddeutschland und die Schweiz sollen erst ab Freitag, 16. Dezember, wieder im Hildesheimer Hauptbahnhof halten.

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