Corona-Variante in Hildesheim

Corona-Ausbruch am Gymnasium Himmelsthür: Weitere Infektion, aber alle Tests am Freitag negativ

Hildesheim - Ein weiterer Schüler hat sich mit dem Coronavirus infiziert – mutmaßlich zu Hause. Noch mehr Personen müssen in Quarantäne. Die Extra-Testreihe am Freitag machte aber Hoffnung.

Am Gymnasium Himmelsthür waren am Freitag alle Corona-Schnelltests negativ, ein weiterer Schüler hat sich offenbar zu Hause bei einem Geschwisterkind angesteckt. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Ein weiterer Schüler des Gymnasiums Himmelsthür ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Betroffenen nach dem Ausbruch Anfang dieser Woche auf 15. Allerdings hat sich der oder die Betroffene – die Schule nennt zum Schutz der Persönlichkeit nicht das Geschlecht – aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in der Schule angesteckt, sondern zu Hause. Denn es handelt sich um ein Geschwisterkind eines der 13 Infizierten aus der hauptsächlich betroffenen Klasse.

Das berichtete Schulleiter Andreas Kruse gestern gegenüber der HAZ auf Nachfrage. Auf die Schule hat der neue Fall dennoch Auswirkungen. Denn in der Folge hat das Gesundheitsamt des Landkreises auch die Klasse dieses Betroffenen sowie Teile weiterer Klassen in Quarantäne geschickt, ebenso weitere Lehrkräfte. Damit sind nun insgesamt drei Jahrgänge des Gymnasiums Himmelsthür von Quarantäne-Maßnahmen betroffen.

Indische Variante

Das Gesundheitsamt geht deshalb so rigide vor, weil bei mehreren infizierten Schülern die indische Variante des Coronavirus nachgewiesen wurde. Es war das erste Vorkommen der offiziell „Delta-Variante“ genannten Mutation, die deutlich ansteckender ist als frühere Virustypen.

Am Freitag gab es allerdings auch gute Nachrichten für das Gymnasium Himmelsthür. Die Schulleitung hatte zusätzlich zu den regulären Checks am Montag und Mittwoch verfügt, dass sich am Freitag alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte vor dem Aufbruch in die Schule außer der Reihe einem dritten Corona-Schnelltest in dieser Woche unterziehen sollten. Diese Tests fielen laut Kruse allesamt negativ aus. „Das lässt zumindest hoffen, dass eine weitere Verbreitung in der Schule verhindert werden konnte“, sagte der Schulleiter am Nachmittag. Am Montag vor der Schule stehen die nächsten Schnelltests für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte an.

Strengere Regeln

Noch knapp zwei Wochen lang gelten am Gymnasium Himmelsthür schärfere Corona-Regeln als an den anderen Schulen in Stadt und Landkreis: Das Tragen von Masken ist im Unterricht und überall sonst in Gebäuden und Außenbereichen verpflichtend und nicht wie sonst aufgrund der niedrigen Inzidenzwerte freiwillig. Zudem müssen die Himmelsthürer ihre Klassenräume während des Unterrichts länger lüften als andere Schulen.

Die aktuelle Stimmung bei Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Eltern am Gymnasium Himmelsthür beschrieb Kruse am Freitag als „konzentriert“. Es herrsche keine Angst, aber natürlich größere Vorsicht.

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