Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Hildesheim ist am Mittwoch auf einen weiteren Tiefstand für dieses Jahr gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen einen Wert von 30,8 – der Wert liegt deutlich unter dem vom Dienstag (40,6). Damit liegt der Landkreis am fünften Werktag in Folge unter 50, am Freitag greifen damit Lockerungen im Einzelhandel. Anfang nächster Woche dürften viele weitere Lockerungen in weiteren Bereichen folgen. Hildesheim liegt nun sogar schon unter dem Kennwert für noch mehr Öffnungen, der bei 35 liegt – auch dafür wären allerdings fünf Werktage am Stück nötig.
Bundesweit gab es einen ähnlichen Absturz der Inzidenzwerte. Inwieweit die Zahlen an Pfingsten zu niedrig ausfallen, weil weniger Menschen getestet werden, bleibt abzuwarten. Das RKI mahnt zur Vorsicht bei der Interpretation der Zahlen – bei den vom Kreis über Pfingsten gemeldeten Neuinfektionen gab es allerdings keine Ausreißer nach unten.
Hannover bleibt unter 50
Auch in der Region Hannover sank die Inzidenz am Mittwoch, wenn auch weniger deutlich, von 47,0 auf 42,8. Für die Landeshauptstadt und ihr Umland ist es der zweite Werktag unter 50, Lockerungen im Einzelhandel und in anderen Bereichen sind aber frühestens am nächsten Montag möglich.
Bundesweit fiel die durchschnittliche Inzidenz weiter, in einem zuvor nie dagewesenen Rückgang von 58,4 auf 46,8 und damit erstmals in diesem Jahr unter 50. Der mittlere Inzidenzwert für Niedersachsen ging von 42,8 auf 34,0 zurück.
Überall massive Rückgänge
Im Landkreis Peine stürzte die Inzidenz von 66,8 auf 48,2 und damit erstmals unter die 50er-Marke, nach Lockerungen ab Montag sieht es dort aber nicht aus. Im Kreis Wolfenbüttel von 50,2 auf 38,5. Und auch in Salzgitter gab es mit 58,5 statt 85,3 eine massive Verbesserung.
Fast alle anderen Nachbarn meldeten ebenfalls Rückgänge. In Hameln-Pyrmont fiel die Inzidenz erneut von 36,4 auf 24,9, in Holzminden von 44,0 auf 38,3, in Goslar von 33,0 auf 26,4 und in Northeim von 59,0 auf 46,1.
Rügen bei 4,5, Cuxhaven unter 10
Die bundesweit niedrigste Inzidenz weist nun der Landkreis Vorpommern-Rügen mit 4,5 auf. In Niedersachsen liegt der Landkreis Cuxhaven erstmals unter zehn (9,6) und damit in einem Bereich, in dem der Stufenplan des Landes keinerlei Beschränkungen mehr vorsieht, wenn die Lage so bleibt. Bundesweit liegen inzwischen neun Landkreise unter einer Inzidenz von 10,0.
Die höchste Inzidenz in Deutschland hat weiter die bayerische Stadt Memmingen mit 161,0. In Niedersachsen verbesserte sich die Lage in Emden spürbar, die Inzidenz dort fiel von 164,3 auf 129,2.
Den besten Mittelwert aller Bundesländer hat jetzt Mecklenburg-Vorpommern (23,5), das den monatelangen Spitzenreiter Schleswig-Holstein (24,2) ablöste, den schlechtesten Thüringen mit noch 70,3.
