Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Hildesheim ist am Dienstag auf den bislang tiefsten Stand in diesem Jahr gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen einen Wert von 40,6 und damit weniger als am Montag (44,6). Inwieweit die Zahlen an Pfingsten zu niedrig ausfallen, weil weniger Menschen getestet werden, bleibt abzuwarten. Das RKI mahnt zur Vorsicht bei der Interpretation der Zahlen – bei den vom Kreis über Pfingsten gemeldeten Neuinfektionen gab es allerdings keine Ausreißer nach unten.
Bleibt die Inzidenz auch am Mittwoch unter 50, fällt am Freitag die Schnelltest-Pflicht für Kunden in allen Einzelhandels-Geschäften in Stadt und Landkreis weg. Denn dann wäre die Marke an fünf Werktagen hintereinander unterboten worden. Eine solche Erleichterung schon vor den eigentlich für nächsten Montag, 31. Mai, geplanten Öffnungsschritten hatte die Landesregierung Ende vergangener Woche beschlossen.
Hannover erneut unter 50
Zudem wären dann von Montag, 31. Mai, an auf Basis des Stufenplans der Landesregierung weitere Öffnungen möglich – unter anderem gäbe es dann wieder Schulunterricht in kompletten Klassen und vieles mehr. Dafür darf die Inzidenz in der zweiten Wochenhälfte nicht wieder dauerhaft über 50 steigen.
Auch in der Region Hannover sank die Inzidenz am Dienstag leicht von 47,7 auf 47,0. Auch in der Landeshauptstadt und ihrem Umland beginnt damit die Zählung von Werktagen unter 50, Lockerungen im Einzelhandel und in anderen Bereichen sind aber frühestens am nächsten Montag möglich.
Wolfenbüttel im Pech
Bundesweit fiel die durchschnittliche Inzidenz weiter, von 62,5 auf 58,4 und damit erstmals in diesem Jahr unter 60. Der mittlere Inzidenzwert für Niedersachsen ging von 45,4 auf 42,8 zurück.
Im Landkreis Peine fiel die Inzidenz leicht von 67,5 auf 66,8, nach Lockerungen ab Montag sieht es dort aber nicht aus. Im Kreis Wolfenbüttel fiel sie von 51,8 auf 50,2, blieb damit aber hauchdünn über der kritischen Marke. In beiden Landkreisen ist damit im besten Fall am nächsten Dienstag mit Lockerungen zu rechnen, in Peine vermutlich später. Das gilt erst recht für Salzgitter, auch wenn die Inzidenz dort von 96,8 auf 85,3 sank.
Cuxhaven noch besser
Fast alle anderen Nachbarn meldeten hingegen stabile Verhältnisse oder leichte Rückgänge. In Hameln-Pyrmont fiel die Inzidenz erneut von 40,4 auf 36,4. Damit kann das Rastiland wie geplant öffnen. In Holzminden stieg die Inzidenz hingegen deutlich von 25,5 auf 44,0, in Goslar ging sie wieder minimal von 33,8 auf 33,0 zurück, und in Northeim fiel die Inzidenz etwas von 61,2 auf 59,0.
Die bundesweit niedrigste Inzidenz weist weiter die Stadt Flensburg auf, die auf 6,7 (Vortag: 5,5) kommt. In Niedersachsen stehen weiter vor allem die Küstenregionen Cuxhaven (10,6) und Friesland (12,2) gut da, ihre Inzidenzen verbesserten sich gegenüber Montag erneut leicht.
Kein Kreis mehr über 200
Die höchste Inzidenz in Deutschland hat weiter die bayerische Stadt Memmingen mit 195,0. In Niedersachsen verbesserte sich die Lage in Emden spürbar, die Inzidenz dort fiel von 192,3 auf 164,3.
Den besten Mittelwert aller Bundesländer hat Schleswig-Holstein mit 29,9, den schlechtesten Thüringen mit 87,4.
