Ausbreitung des Coronavirus

Corona-Notbremse im Kreis Hildesheim endet am Sonntag

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Freitag bei 63,8 und damit am fünften Werktag hintereinander unter 100. Für Hannover gibt es dagegen einen Rückschlag.

Bald fürs Erste Geschichte: Die Corona-Notbremse wird im Landkreis Hildesheim am Sonntag gelöst. Foto: Tarek Abu Ajamieh

Kreis Hildesheim - Die strengen Regeln der Corona-Notbremse gelten im Landkreis Hildesheim nur noch bis Samstag. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt am Freitag bei 63,8, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen bekannt gab. Damit ging der Kennwert nach einem dauerhaften deutlichen Absinken erstmals seit mehr als einer Woche wieder minimal nach oben: Am Donnerstag hatte die Inzidenz sogar bei 63,1 gelegen. Am Freitag vor einer Woche lag der Wert aber noch bei 91,7. Unter 412 deutschen Städten und Landkreisen liegt Hildesheim derzeit auf Platz 40, wenn man danach geht, wer die niedrigsten Inzidenzwerte hat.

Grund für die Entwicklung ist ein deutlicher Rückgang der Neuinfektionen im Landkreis Hildesheim. Von Freitag vergangener bis Donnerstag dieser Woche meldete das Gesundheitsamt 183 neue Fälle. Im gleichen Zeitraum der Vorwoche waren es noch 274 gewesen.

Regeln des Landes gelten wieder

Mit den Daten von heute liegt die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen in Folge unter dem kritischen Wert von 100. Damit tritt nach den Regeln des Bundesinfektionsschutzgesetzes die Notbremse am Sonntag außer Kraft. Das bedeutet unter anderem ein Ende der nächtlichen Ausgangssperre, weniger scharfe Kontaktregeln sowie ab Montag die Öffnung von weiterführenden Schulen sowie Kitas.

Maßgeblich sind von Sonntag an wieder die Vorgaben der aktuellen Corona-Landesverordnung. Deren derzeit gültige Version soll allerdings nur noch bis Sonntag Bestand haben, am Montag sollen neue Regeln mit weiteren Öffnungen, aber auch intensiven Schnelltest-Pflichten greifen.

Rückschlag für Hannover

Ernüchterung dürfte hingegen in der Region Hannover herrschen. Nachdem die Inzidenz am Donnerstag erstmals seit Monaten knapp unter die 100er-Marke gesunken war, gab das RKI den Wert am Freitag wieder mit 112,2 an. Die Notbremse gilt damit in der Landeshauptstadt und ihrem Umland mindestens noch in der kompletten nächsten Woche weiter.

Der bundesweiten Durchschnitts-Inzidenzwert ging hingegen erneut zurück, er sank am Freitag von 129,1 auf 125,7. Und auch der niedersächsische Mittelwert fiel trotz des Rückschlags in der bevölkerungsreichen Region Hannover noch einmal leicht – von 89,9 auf 89,3. In den meisten niedersächsischen Landkreisen greifen die vom Land geplanten Öffnungsschritte in der kommenden Woche.

Hoffnung für Salzgitter

Der Landkreis Peine gehört noch lange nicht dazu, verzeichnete aber am Freitag nach dem Hin und Her der Vortage wieder einen positiven Trend. Die Inzidenz fiel merklich von 133,5 auf 115,7. So niedrig war der Wert schon lange nicht mehr, dennoch bleibt die Notbremse noch mindestens eine Woche lang in Kraft.


Coronavirus im Kreis Hildesheim: Alle Informationen auf einen Blick


Im Landkreis Wolfenbüttel betrug die Inzidenz am Freitag 89,4 (Vortag: 82,8), dort gilt die Notbremse schon seit einigen Tagen nicht mehr. In der Stadt Salzgitter sank die Inzidenz weiter von 171,6 auf 164,9. Und liegt damit minimal unter dem künftigen Grenzwert für Schulen und Kitas, der bei 165 liegt. Bleibt die Inzidenz in den nächsten Tagen ebenfalls darunter, könnten Kitas und Schulen Mitte Mai wieder öffnen.

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