Regeln für den Alltag

Coronavirus: Landkreis Hildesheim gibt weitere Einschränkungen bekannt

Kreis Hildesheim - Am Dienstag hatte der Landkreis neue Einschränkungen wegen der derzeitigen Corona-Krise bekanntgegeben. Nun fügt er neue Regeln hinzu – und präzisiert die Anforderungen für Restaurantbetreiber.

Wegen der Corona-Krise gelten unter anderem für weitere Einrichtungen im Landkreis Hildesheim Besuchsverbote.Foto: Sven Kohls/dpa

Kreis Hildesheim - Am Dienstag hatte der Landkreis Hildesheim neue Einschränkungen wegen der derzeitigen Corona-Krise bekanntgegeben. Nun fügt er neue Regeln hinzu – und präzisiert die Anforderungen für Restaurantbetreiber.

Keine Übernachtungen für Touristen

Hotels, Campingplatzbetreiber sowie private und gewerbliche Vermieter von Ferienwohnungen, Ferienzimmern oder sonstigen Übernachtungsangeboten dürfen keine Touristen mehr bei sich übernachten lassen. Dies gilt auch für übrige Beherbergungsstätten und für Betreiber von Kureinrichtungen und präventiven Reha-Einrichtungen. Anschlussheilbehandlungen sind von dieser Regelung ausgenommen. Gäste, die sich derzeit noch in einer der genannten Einrichtungen aufhalten, sollen möglichst bis zum morgigen Donnerstag, 19. März, spätestens aber am Mittwoch, 25. März, die Heimreise antreten.

Betrieb von Tagespflege untersagt

Untersagt ist nun zudem der Betrieb von Tagespflegestätten für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderungen. Ausgenommen ist eine Notbetreuung in kleinen Gruppen. Die Notbetreuung gilt für Menschen, die sonst von Familienangehörigen gepflegt werden müssten, die im Gesundheitsbereich, in der Medizin, der Pflege, bei der Polizei, Rettungsdiensten, dem Katastrophenschutz, der Feuerwehr, dem Vollzugsbereich oder als Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen tätig sind. Besondere Härtefälle (etwa drohende Kündigung oder erheblicher Verdienstausfall) können bei der Notbetreuung berücksichtigt werden. Über die Aufnahme in die Notbetreuung entscheidet die Einrichtungsleitung.

Weitere Besuchsverbote

Für Pflegeheime, alle stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche und die Besonderen Wohnformen für Erwachsene gelten nun Besuchs- und Betretungsverbote. Nahestehende Personen von palliativmedizinisch versorgten Bewohnerinnen und Bewohnern sind davon ausgenommen. Ausnahmen kann es im Einzelfall zudem für Seelsorger oder Urkundspersonen geben. Behandelnde Ärzte und Pfleger und Pflegerinnen haben freien Zutritt.

Regeln für Behinderten-Werkstätten

Werkstätten für behinderte Menschen, Tagesförderstätten für behinderte Menschen sowie vergleichbare ambulante und teilstationäre Angebote der Eingliederungshilfe dürfen von den dort beschäftigen und betreuten Menschen mit Behinderungen nicht betreten werden. Diese Regelung gilt für Menschen mit Behinderungen, die sich in einer betreuten Unterkunft (z. B. besondere Wohnform, Wohnheim) befinden, bei Erziehungsberechtigen oder ihren Eltern wohnen und deren Betreuung sichergestellt ist oder die alleine oder in Wohngruppen wohnen und sich selbst versorgen können oder eine Betreuung erhalten. Von dem Verbot ausgenommen sind Menschen mit Behinderung, die eine Betreuung während des Tages benötigen und deren Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann. Für sie gibt es eine Notbetreuung.

Das Betretungsverbot gilt nicht für Werkstätten für behinderte Menschen, die medizinische oder pflegerelevante Produkte herstellen oder Leistungen erbringen. Hierzu zählen auch Wäschereien. Ebenfalls ausgenommen sind Werkstätten, die medizinische oder pflegerelevante Einrichtungen mit Essen versorgen.

Regeln für Restaurants präzisiert

Zudem präzisierte das Land seine Regeln für Restaurants: Sie dürfen geöffnet bleiben, wenn sie die Besucherzahl reglementieren und die Tische in einem Abstand von mindestens zwei Metern aufgestellt sind. Sind diese Regeln erfüllt, dürfen Restaurants zwischen 6 und 18 Uhr öffnen. Außerdem müssen die Räume angemessen belüftet sein. Das Personal muss Gästen, die husten oder niesen, den Zutritt verweigern.

Die Weisungen gelten ab sofort bis einschließlich 18. April 2020. Eine Verlängerung ist möglich.

Update: Alle aktuellen Einschränkungen sowie alle Artikel zum Coronavirus im Landkreis Hildesheim finden Sie in unserer Übersicht.

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